Vodafone stellt um

von Redaktion

Nun gibt es doch Probleme: Ende August hat Vodafone damit begonnen, die Frequenzen für Fernsehen und Radio in seinem Kabelnetz umzustellen (wir berichteten). Viele der 13 Millionen Kunden des größten deutschen Kabelnetzbetreibers (ehemals Kabel Deutschland) müssen deshalb in den nächsten Wochen und Monaten ihren Sendersuchlauf starten. Moderne Fernseher und Receiver, beispielsweise direkt von Vodafone oder von Sky, erledigen den Suchlauf meist automatisch. Die Kunden sollten dann praktisch nichts von der Umstellung bemerken.

Doch in den ersten beiden Wochen musste Vodafone nun erfahren, dass das Ganze wegen der Vielzahl von Receivern und Fernsehern, die die Kunden zuhause haben, doch nicht ganz so einfach läuft. Denn die Besitzer von meist älteren Geräten müssen nach der Umstellung, die immer nachts stattfindet, in aller Regel selbst den Sendersuchlauf starten. Und das sorgt für Probleme, wie die „Nürnberger Nachrichten“ nach dem Auftakt der Aktion berichten. Demnach haben viele Zuschauer in den verschachtelten Menüs Probleme mit dem Suchlauf und dem Abspeichern der Sender. So muss teilweise die Neubelegung jedes einzelnen Senders mit „Ok“ bestätigt werden. Mal funktioniert das Bild nicht, mal der Ton – und mal beides nicht.

Für die komplizierte TV-Technik kann Vodafone nichts. Allerdings hilft es auch nicht, wenn dort die Hotline Akquise betreibt und empfiehlt, einfach Vodafones GigaTV-Box für 7,99 Euro im Monat zu mieten, um Probleme zu vermeiden. Eine Nürnberger TV-Werkstatt stellt nach eigenen Angaben aktuell jeden Tag bei zehn bis 25 Kunden die Sender neu ein.

Kabelnutzer, die Probleme haben, sollten bei der Hotline des Herstellers ihres Receivers oder Fernsehers nachfragen – oder direkt bei Vodafone unter der (teils überlasteten) kostenlosen Nummer 0800 / 10 70 830.

Der Zeitplan

Die Umstellung im Vodafone-Kabelnetz auf bundesweit einheitliche Frequenzen, die den Datenverkehr verbessern soll, läuft bis Mitte 2023. Bayern ist dabei relativ früh dran. So läuft die Aktion in Starnberg im Oktober und in Garmisch-Partenkirchen im November. In München sind erste Gebiete bereits umgestellt, der Rest folgt im Oktober. Unter bit.ly/kabel-2022 kann jeder Kunde seine Adresse eingeben und erfährt dann seinen Termin.

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