Unbedingt. Bei Ihnen könnte sich der Knorpel des Daumensattelgelenks allmählich abgenutzt haben. Dieses Krankheitsbild wird Rhizarthrose genannt und ist die häufigste Arthroseform im Bereich der Hand. Warum davon vor allem Frauen betroffen sind, ist unklar. Wer an einer Rhizarthrose leidet, hat oft schon im Frühstadium mit Schwierigkeiten bei Alltagsbetätigungen zu kämpfen. Schreitet der Knorpelverlust weiter fort, reibt schließlich schmerzhaft Knochen auf Knochen. Spätestens jetzt ist der Daumen kaum mehr funktionsfähig. Hilfreich sind neben lokal wirkenden entzündungs- und schmerzlindernden Mitteln auch eine Manschette oder eine individuell angepasste Daumen-Orthese. Bewährt haben sich zudem Infiltrationen ins Gelenk mit Eigenblut oder Hyaluronsäure. Auch eine Radiosynoviorthese – eine Form der Röntgen- Tiefenbestrahlung – kann helfen. Ein chirurgischer Eingriff dagegen ist selten sinnvoll und wirklich die letzte Option.