>> Dreieinhalb Stunden täglich verwenden Katzen für ihre Schönheitspflege. Während Löwen und andere Großkatzen nur eine schnelle „Katzenwäsche“ machen, verbringen Hauskatzen rund 30 Prozent ihres Lebens im Wachzustand mit ihrer Schönheit. >> Katzen haben kleine hornige Häkchen auf ihrer Zunge und sie putzen sich damit auch Kletten, Parasiten und lose Haare aus dem Pelz. Diese Haare werden dann hinuntergeschluckt und unverdaut wieder ausgeschieden. Sammeln sich zu viele Haare im Magen an, kommt es zu Haarballen, die die Katze mithilfe von Grasfressen herauswürgt. >> Damit sich nicht zu viele Haare im Magen sammeln, kann man seiner Katze bei der Fellpflege behilflich sein. Am einfachsten geht das beim täglichen Streicheln, wenn man ab und zu seine Hände befeuchtet und ihr damit über das Fell streicht. Der Handel bietet aber auch spezielle Kämme und Bürsten (gut: Gummibürste mit Noppen) an. Eine intensive Fellpflege benötigen natürlich Langhaarkatzen wie z. B. Perserkatzen. >> Es sind übrigens nicht die Haare, sondern der Speichel, auf den manche Menschen allergisch reagieren. Genauer genommen die Eiweißstoffe darin. Da die Zusammensetzung des Speichels von den Hormonen abhängig ist und von Rasse zu Rasse verschieden ist, muss man nicht auf jede Katze allergisch reagieren. Ein Allergologe kann durch eine Speichelprobe der Katze und eine Blutentnahme des Menschen austesten, ob das Tier eine Allergie auslöst. Das stärkste Allergen produzieren nicht kastrierte Kater. Da Freilaufkatzen außerdem noch jede Menge Pollen mit nach Hause bringen, sind sie allergener als reine Wohnungskatzen! >> Das Lecken und Rupfen am Fell regt außerdem die Durchblutung der Haut an. Die Eigenmassage bringt auch die Talgdrüsen dazu, Fett abzusondern, um das Fell geschmeidig und wasserdicht zu halten. Außerdem ist das der unverkennbare individuelle Eigengeruch der Katze, an der sie Artgenossen erkennen und entweder gut riechen können oder eben nicht. >> Putzt sich die Katze plötzlich extrem viel und bekommt kahle oder wunde Körperstellen, können Parasiten daran schuld sein. Es kann aber auch ein Hinweis auf Stress sein. Allerdings kann Putzen aber auch zum Stressabbau dienen. Beobachtet eine Katze zum Beispiel durchs Fenster ein Beutetier, hat aber keine Möglichkeit, ihren Jagdtrieb zu befriedigen, kann es sein, dass sie sich stattdessen hektisch putzt.