Es gab eigentlich gar keinen konkreten Anlass. Dennoch fühlte sich Pensionär Karl N. (78; Name geändert) so ganz allein in seiner Großhaderner Zwei-Zimmer-Wohnung im sechsten Stock plötzlich nicht mehr ganz sicher. Obwohl er seinen Alltag problemlos meistert, viele Freunde hat und seine Selbstständigkeit sehr zu schätzen weiß.
Und doch: „Man denkt halt schon mal darüber nach, was wäre, wenn ich im Bad hinfiele und verletzt liegen bliebe. Wer würde das merken? Und vor allem – wann?“ Hinzu kamen auch gesundheitliche Einschränkungen wie zeitweise Rückenschmerzen und die Schlaf-Apnoe, für die Karl N. nachts mit einer speziellen Atemmaske schlafen muss.
Das ist jetzt zwei Jahre her. Karl N. hat sich damals genau informiert und sich letztlich für das Angebot der Johanniter entschieden: „Der Berater Andreas Dudek kam zu mir, hat mir alles genau erklärt und mir das Gerät einen Monat kostenlos zum Ausprobieren überlassen. Ich habe es natürlich behalten. Es gibt mir eine Sicherheit, die ich nicht mehr missen möchte.“
Seine Hausnotruf-Feststation samt Lautsprecher steht sinnvollerweise im Zentrum seiner Wohnung am Durchgang zwischen Wohnzimmer, Bad, Küche und Schlafzimmer. „So könnten wir über den Lautsprecher gut kommunizieren, wenn ich z. B. im Schlafzimmer wäre und den Notruf am Handgelenk betätigen würde. Ich lasse die Türen deshalb immer auf.“
Zu diesem Paket gehört auch das Armband samt Drucktaste für den Notruf. „Wenn ich da drauf drücke, meldet sich sofort die Einsatzzentrale der Johanniter.“ Sollte sich Karl N. nicht melden, würde sofort der Rettungsdienst verständigt. Zeitgleich kämen Mitarbeiter der Johanniter mit dem Wohnungsschlüssel, den Karl N. bei der Organisation hinterlegt hat. Zusammen mit Telefonnummern von Freunden und Angehörigen, die im Ernstfall verständigt würden.
Und es gibt noch eine weitere Besonderheit: Weil es in jeder Wohnung einen Kühlschrank gibt, deponieren die Johanniter genau dort bei ihren Kunden eine verschlossene rote Dose mit allen persönlichen Daten zu Vorerkrankungen, Medikamenten, etc. So muss der Notarzt nie lange suchen. Karl N. hat sich angewöhnt, das Notruf-Armband ständig zu tragen – auch im Bett und im Bad: „Das Ding ist ja sogar wasserfest.“ Ein Notfall ist glücklicherweise noch nie eingetreten. „Aber ich bin schon mal versehentlich auf den Notruf-Knopf geraten.“ Ich habe das Versehen sofort aufgeklärt.“
Zum Service gehört auch, dass der 78-Jährige morgens und abends die gelbe Taste an der Feststation drückt und den Johannitern damit signalisiert, dass alles in bester Ordnung ist. Dafür hat er sich in der ganzen Wohnung Erinnerungszettel aufgehängt: „Damit ich das nicht vergesse.“ Was auch kein Problem wäre: „Dann bekäme ich ebenfalls einen Anruf.“ Über die grüne Taste kann er jederzeit mit den Johannitern telefonieren „Wenn ich mal verreise, melde ich darüber immer ab und auch wieder an.“
Auch in einem weiteren Punkt fühlt sich Karl N. jetzt wohler: „Man liest oft von Trickdieben, die plötzlich ungebeten vor der Tür stehen.“ Er würde nicht zögern, den Notrufknopf zu drücken und die Johanniter zu bitten, ihm sofort die Polizei zu schicken. „Dann würden die Täter hören, dass ich nicht allein und hilflos bin. Sicher wären sie blitzschnell weg.“ 49 Euro im Monat kostet ihn der Hausnotruf. „Und ich finde, er ist jeden Cent wert.“ dop