AUS DER PRAXIS
>> Letztlich müssen Höhlen unsichtbar gemacht und verschlossen werden. Keinesfalls sollten diese Lebensräume betreten werden. Leider gibt es eine unverbesserliche Szene von Leuten, die sich im Internet austauschen und es toll finden, in Höhlen einzudringen. Dann werden nicht nur Fledermäuse gestört. Jedes Aufwachen verbraucht Energie: Wenn die Tiere fünfmal aufwachen, überleben sie den Winter nicht. >> Ein großes Problem sind Geocacher. In Höhlen liegen Caches, da muss man dann allein nur vom Monat Dezember lesen, dass da bereits 152 Leute drin waren. Man muss dafür nicht in die Winterquartiere der Fledermäuse gehen. Höhlen sind seit 2019 besonders geschützte Biotope nach dem Bundesnaturschutzgesetz, es gilt ein Betretungsverbot. >> Wichtig: Eine naturnahe Forstwirtschaft mit genügend Totholz als Versteckmöglichkeit. In den Lebensräumen von Feuersalamandern bräuchte es ein Fahrverbot von Waldwegen zwischen 20 und sieben Uhr, besonders im Frühjahr. >> Geholfen ist dem Lurch auch mit dem Umbau von monokulturellen Nadelholzforsten zu Laub- und Mischwäldern. >> Bestehende Laichgewässer (Quellen und Quellbäche) müssen geschützt werden. Davon profitieren auch andere Amphibienarten! Tödlich für viele Tierarten ist es auch, in ihren Lebensräumen Batterien wegzuwerfen.