HINTERGRUND

Daran leiden besonders viele Patienten

von Redaktion

Kopfschmerz-Arten

Bei den Kopfschmerzarten unterscheidet man im Wesentlichen zwei Kategorien: Die erste Gruppe umfasst die sogenannten primären Kopfschmerzen, bei denen keine Ursache erkennbar ist. Seltener sind sekundäre Kopfschmerzen, die als Folge einer Erkrankung auftreten. Die häufigsten primären Kopfschmerzen sind neben der Migräne Spannungskopfschmerzen und Cluster-Kopfschmerzen.

Spannungsschmerz

Der Spannungskopfschmerz tritt von allen bekannten Kopfschmerzarten am häufigsten auf. Symptome: Die Schmerzen betreffen meist beide Kopfhälften und strahlen vom Hinterkopf zur Stirn oder in die Schulter aus. Sie können von einer halben Stunde bis zu einer Woche andauern. Oft werden sie als dumpfer Druck wahrgenommen, so, als würde man einen zu engen Hut tragen. Körperliche Aktivität wirkt meist lindernd. Die Schmerzen sind in der Regel leicht bis mittelstark und treten nur gelegentlich auf, können aber auch chronisch werden. Als chronisch gilt der Spannungskopfschmerz, wenn er über mindestens drei Monate hinweg an mehr als 14 Tagen im Monat auftritt. Auslöser: besonders Stresssituationen, muskuläre Verspannungen, insbesondere der Nackenmuskulatur, sowie zu viel Nikotin oder Alkohol.

Clusterkopfschmerz

Cluster-Kopfschmerzen treten glücklicherweise eher selten auf. In Deutschland ist nur jeder Tausendste von ihnen betroffen, und Männer trifft es deutlich häufiger als Frauen. Typischerweise nachts werden die Betroffenen über Wochen oder Monate täglich bis zu achtmal von den Schmerzen heimgesucht und dann über Monate oder Jahre gar nicht mehr. Aber es gibt auch chronische Fälle. Die einzelnen Attacken sind sehr heftig, bohrend oder stechend und dauern jeweils 15 Minuten bis zu drei Stunden an. Sie treten immer einseitig im Bereich der Augenhöhle und der Schläfenregion auf. Typische Begleiterscheinungen sind tränende und gerötete Augen, Rötungen des Gesichts, eine laufende oder verstopfte Nase und/oder ein hängendes Augenlid. Manche Betroffenen laufen während einer Attacke ununterbrochen hin und her oder schaukeln mit dem Oberkörper vor und zurück. Zu den häufigsten Auslösern der Attacken gehören der Genuss von Alkohol, flackerndes oder grelles Licht sowie bestimmte Lebensmittelzusatzstoffe.

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