>> Liebhaber von Gottesanbeterin oder Schwarzer Witwe zahlen einen hohen Preis für den Sex. Nach dem Liebesspiel fressen die Weibchen den wesentlich kleineren Liebhaber auf. >> Die zwei Zentimeter kleinen Männchen der Gigant-actis-Tiefseeanglerfische verwachsen während der Paarung mit den bis zu 40 Zentimeter großen Weibchen, die Blutkreisläufe vereinen sich. Sexualparasitismus nennt das die Biologie. >> Auch für den männlichen Löcherkraken ist es nach dem Sex vorbei. Der Krake füllt einen seiner acht Arme mit Spermien, übergibt ihn dem Weibchen und treibt daraufhin mit den verbliebenen sieben Tentakeln in den Tod. Er ist übrigens gerade einmal so groß wie die Pupille des Weibchens. >> Die Weibchen der Grünen Igelwürmer messen zwei Meter, er ist hingegen nur zwei Millimeter groß. Die Dame verschluckt bis zu 20 Männchen und die suchen sich dann im Inneren ihren Weg zum Uterus. >> Bei den Anemonen- oder Clownfischen ist das größte Exemplar weiblich, das zweitgrößte männlich. Alle weiteren sind männliche Jungtiere, die durch einen Prozess der „sozialen Unterdrückung“ am Wachstum gehindert werden. Stirbt das Weibchen, so wandelt sich das ranghöchste Männchen binnen einer Woche in ein Weibchen um. Praktisch! >> Väter im Tierreich kümmern sich meist lieber dann um den Nachwuchs, wenn sie sicher sind, dass es der eigene ist. Weil Sicherheit aber trügerisch ist, wickelt sich die männliche Geburtshelferkröte die von Weibchen gelegten Ei-Schnüre um die Hinterbeine und trägt sie mit sich spazieren. >> Männliche Seepferdchen tragen den Nachwuchs in der Brusttasche, die von bis zu sechs Weibchen mit Eiern gefüllt wird. In rund 24 Tagen wachsen zwischen 50 und 1500 Mini-Seepferdchen heran. In der Tasche werden die Eier mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Wenn die nur millimetergroßen Jungen schlüpfen, presst sie der Vater stundenlang aus dem Beutel hervor. Ein enormer Stress für den sog. Knochenfisch, oftmals sterben die Männchen einige Tage danach vor lauter Erschöpfung.