Bei den Nasenpolypen, der sogenannten Polyposis nasi, handelt es sich um eine chronisch entzündliche Erkrankung der Nasennebenhöhlen. Patienten mit Polyposis nasi und gleichzeitig Asthma sowie einer Unverträglichkeit gegenüber Schmerzmitteln, sogenannten NSAR wie zum Beispiel Aspirin, haben eine deutlich höhere Neigung, trotz OP erneut Polypen zu bekommen. Nach jeder OP ist es wichtig, die Nasenpolypen mit lokal pflegenden Maßnahmen und das Sprühen von Cortisonsprays in Schach zu halten. Dennoch kommt es in vielen Fällen zur erneuten Polypenbildung. Bei Patienten mit NSAR-Intoleranz kann hier eine sogenannte Desaktivierung erfolgen, hierbei werden unter klinischen Bedingungen zunächst geringe Dosen Aspirin gegeben, diese dann gesteigert. Unter der Erhaltungsdosis kommt es seltener zu erneuter Polypenbildung. Wichtig ist, dass die Aspirin Eindosierung keinesfalls ohne ärztliche Aufsicht erfolgen sollte. Heute kommen auch moderne Medikamente zum Einsatz. Hierunter fallen sogenannte Biologicals, das sind Antikörper gegen Entzündungsbotenstoffe sogenannte Interleukine, oder gegen körpereigene IgE-Antikörper. Natürlich sollten auch die allergische Grunderkrankung zum Beispiel mittels einer Immuntherapie (Hyposensibilisierung) und Allergenkarenz (Hausstaubmilben durch sogenannte Encasings der Matratze) gut behandelt werden. Eine Entartung der Polyposis nasi ist nicht zu erwarten.