Blaubeer-Piroggen – eine Süßspeise aus Polen

von Redaktion

Es gibt nicht ein Rezept für Piroggen. Das sind gefüllte Teigtaschen, die in der osteuropäischen Küche weit verbreitet sind. Mal salzig, mal süß. Jede Familie hat ihr eigenes Rezept, das sie von Generation zu Generation weitergibt. Oft werden Piroggen zu Festen serviert. Viele Piroggenrezepte enthalten Eigelbe oder ganze Eier. Dieses Rezept kommt gänzlich ohne Eier aus. Der Schlüssel zum Erfolg ist eine größere Menge kalt gepresstes Rapsöl, das dem Teig eine perfekt weiche Konsistenz und einen wunderbar nussigen Duft verleiht. Die Konsistenz ist der wichtigste Teil: Manchmal braucht der Teig etwas mehr Mehl oder noch ein bisschen Wasser, damit er sich zu einer schönen Teigkugel formen lässt. Übung macht den Meister. Grundteig für Piroggen (ergibt 50 Piroggen, 4-6 Portionen) 450 g Weizenmehl plus mehr zum Kneten und als Unterlage 1 TL Salz 60 ml kalt gepresstes Rapsöl oder natives Olivenöl extra 1 EL Sonnenblumenöl für Kochwasser für die Blaubeer-Füllung: 450 g Blaubeeren (frisch oder tiefgefroren) 1 EL Maisstärke 3 EL Honig knapp ein EL Kardamom-Gewürz zum Servieren: 1 Becher Sauerrahm 1 Päckchen Butter etwas Honig zum Beträufeln außerdem: ein Ausstecher oder ein Glas Nudelholz Zubereitung: 1. Für die Füllung alle Zutaten in einen Topf geben und vermischen. Kurz aufkochen. Dann beiseite stellen und abkühlen lassen. 2. Das Mehl mit dem Salz in eine große Schüssel geben. Das Rapsöl und 230 ml Wasser in eine zweite Schüssel gießen. Die flüssigen Zutaten langsam übers Mehl träufeln und mit einem Holzlöffel verrühren, bis sich die Zutaten zu einem Teig verbunden haben. 3. Den Teig auf die saubere, leicht bemehlte Arbeitsfläche legen und 4 bis 5 Minuten kneten, bis er weich und geschmeidig ist. Eine Schüssel darüber stülpen und mindestens 15 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen, um die Gluten zu entspannen. 4. Den Teig in drei gleiche Portionen teilen. Eine Portion auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche setzen. Den restlichen Teig in der Zwischenzeit mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken, damit er nicht austrocknet. Die Teigportion mit einem Rollholz knapp 3 mm dick ausrollen, dann anheben, um bei Bedarf die Arbeitsfläche frisch zu bemehlen, damit der Teig nicht festklebt. 5. Mit einem Ausstecher oder einem umgedrehten Glas etwa 6½ cm große Kreise aus dem Teig ausstechen. Dann die Teigkreise noch etwas dünner auf etwa 7½ cm ausrollen. Teigreste in einer Kugel zusammenfassen und beiseitelegen. Die anderen beiden Teigportionen und die Teigreste auf dieselbe Weise verarbeiten, bis der gesamte Teig verbraucht und 30-50 Teigkreise ausgestochen sind. 6. Von der Füllung je 1 bis 2 EL in die Mitte jedes Teigkreises setzen, dabei ringsum einen 2 cm breiten Rand freilassen. Die gegenüberliegenden Seiten über die Füllung klappen und die Teigränder so zusammenpressen, dass die Füllung innen eingeschlossen ist und eine Halbkreisform entsteht. Die Ränder sehr sorgfältig zusammendrücken. Falls sie nicht zusammenhalten, die Ränder innen mit wenig Wasser einpinseln und erneut verschließen. Keinerlei Lücken lassen, sonst öffnen sich die Piroggen beim Kochen. 7. Die Piroggen auf ein leicht bemehltes Geschirrtuch legen und mit einem weiteren Geschirrtuch abdecken, damit sie nicht austrocknen. Fortfahren, bis alle Teigkreise gefüllt sind. 8. Einen großen Topf mit gesalzenem Wasser zum Kochen bringen, das Sonnenblumenöl hinzufügen. Die Piroggen portionsweise garen, dazu immer 10-15 Piroggen auf einmal mithilfe eines Sieblöffels behutsam in den Topf gleiten lassen. Wenn diese an die Oberfläche aufsteigen, weitere 1 bis 2 Minuten kochen, dann mit dem Löffel herausnehmen und sofort in einem Sieb abtropfen lassen. 8. Anrichten: Mit flüssiger Butter und Sauerrahm servieren. Gut zu wissen: Es lohnt sich, gleich mehrere Piroggen auf einmal zu machen. Denn: Ungegarte Piroggen lassen sich 2 Monate im Tiefkühler aufbewahren. Dazu die Piroggen auf einem Backblech ausgebreitet etwa 1 Stunde gefrieren lassen, dann in einen Gefrierbeutel füllen. Die gefrorenen Piroggen kommen direkt aus dem Tiefkühler in den Kochtopf, sie benötigen dann 2 Minuten mehr Garzeit als die ungefrorenen.

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