Aus Studien wissen wir, dass mehr als die Hälfte der Patienten nach einer SARS-CoV2-Infektion unter mindestens einem physischen Symptom leidet – manchmal ein Jahr und länger. Mitunter besteht ein Zusammenhang zwischen der Dauer der Erkrankung und dem Risiko des Auftretens von Long-COVID-Symptomen. Die Einnahme von Schmerzmitteln bei Muskel- und Gliederschmerzen ist natürlich keine langfristige Lösung. Studien befassen sich vor allem mit konservativen Therapiemethoden. Dabei konnte gezeigt werden, dass neuro-meditative Programme, also mentales Training, ein effektives Mittel zur Behandlung von Muskel- und Gelenkbeschwerden sein können. Sofern ein struktureller Defekt als Ursache der Beschwerden ausgeschlossen wurde, sollte meiner Meinung nach zudem Physiotherapie wie Krankengymnastik oder manuelle Therapie erfolgen, um den Körper wieder an Belastung zu gewöhnen. Patienten, die aufgrund einer COVID-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden mussten oder unter langwierigen Symptomen leiden, rate ich vor Wiederaufnahme sportlicher Belastungen zur sportmedizinischen Untersuchung.