Das ist leider ein häufiges und sehr schwieriges Thema. Prinzipiell muss bei länger bestehender Verstopfung oder Veränderungen der Stuhlgewohnheit eine Darmspiegelung empfohlen werden, wenn diese in den vergangenen fünf Jahren nicht durchgeführt wurde oder die Beschwerden akut neu aufgetreten sind. Zur Therapie der Verstopfung (Fachbegriff: Obstipation) kommen zuerst Veränderungen der Lebensgewohnheiten in Betracht: Dazu gehören Bewegung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und gegebenenfalls ballaststoffreiches Essen, beispielsweise mit Flohsamen, Leinsamen mit ausreichend Flüssigkeit. Gegebenenfalls müssen auch die sonst eingenommenen Medikamente überprüft werden, die eventuell als Nebenwirkung eine Verstopfung zur Folge haben können. Der nächste Schritt wären dann Medikamente, die zunächst den Flüssigkeitsgehalt im Stuhl erhöhen, zum Beispiel sogenannte Macrogole. Falls die gängigen Medikamente nicht helfen, muss ein Spezialist aufgesucht werden, der dann zum Beispiel motilitätssteigernde Medikamente verordnen kann.