>> Der Uhu ist die größte einheimische Eule, 59 bis 73 Zentimeter groß mit einer Spannweite von 138 bis 170 Zentimetern. Das Weibchen wird fast so groß wie ein Steinadler. Der Uhu hat einen massigen Körper, einen breiten Kopf mit charakteristischen Federohren und orange-gelben Augen. Singende Männchen exponieren einen weißen Kehlfleck. >> In früheren Zeiten mochte man Uhus nicht. Wegen seiner nächtlichen Lebensweise war er ein Vogel der Unterwelt, ein Totenvogel. Dem Aberglauben nach hatte das Auftauchen des Uhus immer mit Krieg, Hungersnot, Krankheit und Tod zu tun. Auch glaubte man an die Zauberwirkung seines Herzens. Die Asche verbrannter Uhuaugen sollte wieder sehend machen, was auch zur fast völligen Ausrottung beigetragen hat. >> Das Brutareal des Uhus hat sich in Bayern wieder vergrößert. Das liegt aber auch an einer gezielten Erfassung und besseren Kenntnis von Brutplätzen. Seit 2001 gibt es ein Artenhilfsprogramm. Jahrhundertelange Verfolgung hätten den Uhu vor 50 Jahren in Deutschland beinahe ausgerottet. Nur Schutzbemühungen haben ihn gerettet: An die 2000 Brutpaare leben derzeit wieder in Deutschland, an die 500 davon in Bayern. Deshalb wurde der Uhu 2016 sogar aus der Roten Liste gestrichen – was aber kritisch ist: Noch immer sterben viele an den teils immer noch ungesicherten Mittelspannungsmasten. Sie sterben an Windkraftanlagen, durch Störungen wie Kletterer, Biker und Geocacher. Es ist leider Tatsache, dass die Bestände in West- und Norddeutschland stabil sind, in Bayern aber nur halb so viele Jungtiere aufwachsen, wie zur Erhaltung der Art nötig wären. Das liegt neben dem enormen Freizeitdruck auch daran, dass primär ein Mangel an Nahrung oder deren fehlende Erreichbarkeit verantwortlich ist: Der Uhu ist ein Offenlandjäger, er fängt Kleinsäuger, aber auch größere Beutetiere wie den Igel. Deren Bestände gehen in der immer intensiver werdenden landwirtschaftlichen Nutzung stark zurück. Wo sie in ausreichender Zahl vorkommen, sind sie für den Uhu in großen Mais- und Rapsflächen gerade während der Jungenaufzucht nicht mehr erreichbar. Und wo es keine Nahrung gibt, gibt es auch keine jungen Uhus! Und in den Tälern des Alpenvorlandes brütet er in den steilen Hangwäldern. Dort werden Bruten durch Holzeinschlag auch im Zuge der Borkenkäferbekämpfung gestört. >> Interessanter Link www.lbv.de/naturschutz/ artenschutz/voegel/uhu