Immer alleine zu Hause sind die Geschwister Indigo Wild und Quick. Ihre Eltern sind weltberühmte Entdecker und bringen von ihren langen Touren seltene wie seltsame Wesen mit heim in den Geleebohnenweg 47. Deshalb ist das Haus, in dem die Elfjährige und ihr fünf Jahre alter Bruder leben, voll von fantastischen Tieren: Hier hausen Yeti-Zwillinge, ein Lamahorn, Kobolde, Trolle, Schnaubefanten, ein Drache und der rare Schnurrnix, der halb Katze, halb Fisch ist. Eines Tages bekommen Indigo und Quick wieder mal ein Paket von ihren Eltern. Eigentlich sollte sich darin ein Monster befinden, das sie bei sich aufnehmen sollen. Doch es ist weg. Daraufhin beginnt eine wilde Suche nach dem unbekannten Wesen, von dem die Geschwister nur wissen, dass es ganz verrückt nach Schokolade ist.
Ebenso abenteuerlich wie die Geschichte ist die Gestaltung dieses besonderen Buches, in dem Text und Bilder eine fantastische Verbindung eingehen. In schrillen Farben begleiten die originellen Illustrationen die irrwitzige Handlung, die skurrilen Figuren werden wunderbar stimmig präsentiert. Zwar hat das Kopfkino durch die ausnahmslos schrägen Zeichnungen eher wenig zu tun, doch den Detailreichtum kann auch die blühendste Fantasie kaum erzeugen. So entdeckt man Schritt für Schritt die abgedrehte Welt so bemerkens- wie liebenswerter Monster, die überhaupt nicht gruselig, sondern wunderbar anders sind. Wie in einer Arche leben diese seltsamen Wesen friedlich vereint im Geleebohnenweg 47, wo sie sein können, wie sie sind, ohne verfolgt oder diskriminiert zu werden.
Die Figuren in diesem ersten Band einer ganz neuen Reihe haben das Potenzial, Kult zu werden. Es macht Spaß, sie zu begleiten, und die erfinderische Indigo und ihr fröhlicher Bruder Quick werden schnell zu neuen Freunden. Die große Portion Eigenartigkeit, die in diesem Buch verpackt ist, tut gut und macht Mut, zu den eigenen Besonderheiten zu stehen.