>> Die Gelbbauchunke Die Gelbbauchunke besetzt Pioniergewässer – also neu entstandene Gewässer wie Wagenspuren. Auch auf sumpfigen Weiden und in Kies- oder Lehmabbaugebieten kommt die Amphibie vor. Sie ist nur vier bis fünf Zentimeter groß. Die wenigen Eier heftet die Gelbbauchunke an Halme und Stängel im Flachwasser, sobald sich dieses nach sommerlichem Regen gefüllt hat und die Kaulquappen vor Feinden geschützt sind. Die gelbe Farbe des Bauches warnt vor ihrem Hautgift. Die Gefahr ist hoch, dass ihre Laichgewässer austrocknen – obwohl von der Eiablage bis zum kleinen Hüpfer nur zwischen 37 und 67 Tage vergehen. Doch der Klimawandel sorgt für unsichere Verhältnisse: Der häufige Wechsel zwischen extrem trockenen Phasen und Starkregen mit Hochwasser setzt der Gelbbauchunke und ihrem Nachwuchs zu. Zudem war die Landschaft noch vor 50 Jahren durchzogen von unbefestigten Wegen und Straßen, auf denen sich Pfützen und mit Wasser gefüllte Radspuren gebildet haben, auf die tagelang leichter Landregen fiel. Heute ist fast jeder Feldweg asphaltiert und der Regen stürzt aus brachialen Gewittern. Außerdem hat der Mensch wilde Flusslandschaften und ungezähmte Bachläufe, die ursprünglichen Lebensräume der Gelbbauchunken, schon vor langer Zeit durch Eingriffe wie beispielsweise Begradigungen unter Kontrolle gebracht. Derzeit hat die gefährdete Amphibie nur dort eine Chance zum Überleben, wo passende Tümpel neu angelegt werden. >> Die Wechselkröte Sie ist in Bayern vom Aussterben bedroht. Ursprünglich in wilden Flusslandschaften heimisch, kommt sie nach Ausbau und Aufstauung der Flüsse nur noch in Ersatzlebensräumen wie Sand- und Kiesgruben vor. Sie laicht in pflanzenarmen, warmen Gewässern, die hin und wieder austrocknen, und benötigt karge, sonnige Lebensräume. Derzeit kann diese schönste heimische Kröte mit den grünen Augen nur aufgrund ständiger Artenschutzmaßnahmen überleben. Zu hoffen ist, dass sie wieder dort an Inn, Isar und Lech eine Heimat findet, wo die Flüsse renaturiert worden sind.