Zeckenbisse: So schützt die Impfung

von Redaktion

Die Impfung gegen die von Zecken übertragene Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME) macht in Bayern aufgrund der hohen und steigenden Fallzahlen durchaus Sinn. Zumal seit Februar diesen Jahres ganz Bayern inklusive des Stadtgebiets München als Risikogebiet eingestuft wird. Nach einem Zeckenbiss entwickeln zehn bis 30 Prozent der Infizierten grippeähnliche Symptome mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen (Prodromalphase), die meist nur wenige Tage anhalten. Damit ist die Infektion nur schwer von grippalen Infekten abzugrenzen. Etwa 70 Prozent der Patienten gehen dann nach einer fieberfreien Zeit von etwa einer Woche in die zweite Phase mit Beteiligung des Gehirns, der Gehirnhaut oder des Rückenmarks über. Bleibende Spätfolgen sind bei schwer Erkrankten häufig, bis zu 30 Prozent sterben sogar daran. Die STIKO empfiehlt die Impfung für alle, die sich in einem Risikogebiet aufhalten und potenziellen Kontakt zu Zecken haben, also sich in der Natur aufhalten. Sollten Sie sich für einen FSME-Schutz entscheiden, ist nur eine Impfung notwendig – auch wenn frühere Impfungen schon lange zurückliegen. Altersabhängig haben Sie dann einen Schutz für drei bis fünf Jahre, bevor eine erneute Impfung fällig wird. Insgesamt werden die aktuellen FSME-Impfstoffe übrigens gut vertragen.

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