Der kleine Finger krümmte sich immer weiter in die Handfläche und ließ sich nicht strecken. „Erst dachte ich, ich sollte mich mit so einem Handicap einfach abfinden. Aber dann wurden die Einschränkungen im Alltag immer belastender“, berichtet Patientin Elke S. (78).
Von Dr. Deglmann erfuhr sie, dass dieses weitverbreitete Problem Morbus Dupuytren heißt. Ursache ist nicht etwa eine verkürzte Sehne, sondern eine gutartige Wucherung im Bindegewebe der Handinnenfläche – erkennbar an tastbaren Knoten und Verhärtungen unter der Haut. Solange die Nerven nicht direkt betroffen sind, tut das nicht weh. Und dennoch ist die Sache äußerst lästig, weil selbst simple Handgriffe zunehmend unmöglich werden. Dr. Deglmann gilt in Fachkreisen als ausgewiesener Experte auf dem Gebiet des Morbus Dupuytren: „Zwar lassen sich mit minimalinvasiven Methoden meist schnelle Therapieerfolge erzielen. Doch sind diese längst nicht für alle Patienten geeignet.“
Auch nicht für Elke S., die dem Rat ihres Arztes folgte und sich einer offenen OP mit mikrochirurgischer Technik zur Entfernung der Knoten und Stränge unterzog. Sie hat den ambulanten Eingriff bestens „und sogar nahezu schmerzfrei überstanden.“
Damit allein ist es jedoch nicht getan: Ohne konsequente Nachbehandlung ist die Gefahr groß, dass sich erneut Verwachsungen bilden. Elke S. bekam einen Plan für tägliche Übungen und geht regelmäßig zu ihrer Ergotherapeutin Carina Deglmann in der Residenzstraße. Die hat sich auf die Handrehabilitation spezialisiert.
Die Namensgleichheit ist kein Zufall: Carina und Claus Deglmann sind ein Ehepaar und ergänzen sich auch beruflich. Elke S. macht dank ihrer konsequenten Übungen gute Fortschritte.