Eine falsche Behandlung kann zu einer drastischen Verschlimmerung führen. Langfristig könnten Migräne, Taubheitsgefühle, Sehstörungen, Lähmungserscheinungen oder chronische Schmerzen die Folge sein. Halten Nackenschmerzen länger als zwei Wochen an oder verschlimmern sich, sollten Sie einen Orthopäden aufsuchen. Rechtzeitig erkannt reichen oft leichte Schmerzmittel oder entzündungshemmende Medikamente sowie Physiotherapie. Für leichte Bandscheibenvorfälle gibt es minimalinvasive Therapieansätze. „Häufig sind jedoch Haltungsprobleme und überlastete Muskeln im Rücken-, Nacken- und Schulterbereich die Hauptursachen für Nackenschmerzen“, erklärt Dr. Munther Sabarini. Fehlhaltungen, aber auch einseitige oder ungewohnte Belastungen, Bewegungsmangel und Schonhaltungen sorgen dafür, dass sich Muskeln verhärten und verkürzen. Wärmflaschen, Wärmepflaster oder durchblutungsfördernde Salben lindern den Schmerz. Auch Gele oder eine Creme sowie die kurzzeitige Einnahme von entzündungshemmenden Schmerzmitteln tragen als Ersthelfer zur Schmerzbekämpfung und Entspannung bei. Die langsame Wiederaufnahme von Bewegung, zum Beispiel durch kurze Spaziergänge, kann Verspannungen ebenso entgegenwirken.