So wird Prostatakrebs überwacht

von Redaktion

Die Wahrscheinlichkeit an einem Prostatakrebs zu versterben, nimmt mit dem Alter stark ab. Dies bedeutet, dass man nicht „an“, sondern „mit“ einem Prostatakarzinom verstirbt. In den Leitlinien wird oftmals eine Lebenserwartung von mindestens zehn Jahren genannt, um von einer lokalisierten Therapie (Operation, Strahlentherapie) zu profitieren. Auf der anderen Seite darf der Blick auf die Besonderheiten des individuellen Patienten nicht verloren gehen. Dies ist umso wichtiger, da sich ein Niedrigrisiko-Prostatakarzinom hinsichtlich der Prognose deutlich von einem aggressiven Hochrisiko-Prostatakarzinom unterscheidet. Sie haben in der Bildgebung vom November kein Hinweis auf eine Metastasierung, auf der anderen Seite eine deutliche Zunahme des PSA-Wertes. Auch belastet Sie der PSA-Anstieg, die letzte Biopsie ist bereits über vier Jahre her. Eine gute Option wäre eine Fusionsbiopsie der Prostata (sonographische zielgerichtete Biopsie basierend auf den MRT-Bildern). Im Wissen der genauen Histologie kann man dann zwischen einem abwartenden Vorgehen (Watchfull Waiting) und einer möglichen Therapie faktenbasiert abwägen.

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