Die Haltung von Schildkröten ist eine Lebensaufgabe: Landschildkröten werden bis zu 90, Wasserschildkröten immerhin 50 Jahre alt. Die bekanntesten Landschildkröten sind die Griechische Landschildkröte, die Breitrandschildkröte und die Maurische Landschildkröte. Thomas Lücke hat folgende Tipps zur Haltung von Landschildkröten: „Griechen“ gehören im Sommer in ein Außengehege. Schildkröten bekommen bei UVB-Lichtmangel Rachitis. Oft werden die Tiere zu trocken gehalten. Sie brauchen feuchte Erde und Höhlen als Rückzugsmöglichkeit sowie Kräuter, Büsche und einen Untergrund, der zum Graben einlädt, was die Krallen abnutzt. Keine fleischliche Kost anbieten und Obst wie Erdbeeren ist ebenfalls schädlich. Schildkröten brauchen Kräuter und Beikräuter wie Löwenzahn, Brennnesseln und gutes Heu für den Abrieb von Ober- und Unterkiefer, Sephiaschalen helfen auch für den Abrieb. Alleinfuttermischungen sind zu proteinreich.
Die bekanntesten Wasserarten sind Schmuckschildkröte, Hieroglyphenschildkröte, Moschusschildkröte, seltener ist die Scharnierschildkröte. Lücke gibt folgende Tipps zur Haltung: Das Aquarium braucht ein Drittel Landteil und zwei Drittel Wasser sowie eine UVB-Lichtquelle. Wasserschildkröten sind Fleischfresser, Insekten, Trockenfisch und Regenwürmer gehören auf den Speiseplan, aber in abwechslungsreicher Form. Zu viel Fisch führt zu Vitamin-B1-Mangel. Hackfleisch ist zu fett, Schweinefleisch schädlich. Um eine Schildkröte anzuschaffen, sind Auffangstationen und Tierheime gute Anlaufstellen. Dort gibt es Schildkröten, die gesundheitlich gecheckt und versorgt wurden. Es ist leider so, dass sogenannte Züchter manchmal Tiere anbieten, die zum Beispiel Herpes haben. Das muss man wissen, so ein Tier darf keinen Kontakt zu Artgenossen haben. Landschildkröten muss man bei der Unteren Naturschutzbehörde anmelden.
. Infos: www.reptilienauffangstation.de; www.landschildkroeten-auffangstation-kitzingen.de.