Eigenblut für Arthrose-Patienten

von Redaktion

Lange Zeit war der Einsatz der PRP-Therapie vor allem dem Profisport vorbehalten: „Verletzte Spitzenathleten müssen so schnell wie möglich wieder fit sein. Doch nicht alle wirksamen Medikamente sind mit den Anti-Doping-Vorschriften vereinbar – manchmal ein echtes Dilemma“, weiß der Münchner Orthopäde und Sportmediziner Dr. Werner Zirngibl. Mit der PRP-Therapie konnte die therapeutische Lücke geschlossen werden. Dabei handelt es sich um eine Form der Eigenbluttherapie, die als in jeder Hinsicht unbedenklich eingestuft wurde. „Zudem hat sich gezeigt, dass das Verfahren auch bei vielen anderen orthopädischen Krankheitsbildern helfen kann.“

PRP steht für plättchenreiches Plasma, das mithilfe der Zentrifuge in einem Prozess konzentriert wurde. Basis für das Konzentrat ist etwas Blut, das vom Patienten selbst stammt. Das Besondere an dem Konzentrat ist, dass es vor allem Blutplättchen sowie zahlreiche Wachstumsfaktoren enthält. Diese körpereigenen Wirkstoffe haben die Fähigkeit, die Heilung von Verletzungen und Wunden in Gang zu setzen und zu beschleunigen.

Typische Verletzungen, die gut auf die PRP-Therapie ansprechen, sind neben Sehnenreizungen, -entzündungen oder -einrissen auch Muskel- und Bänderverletzungen. Zudem ist die PRP-Therapie mittlerweile ein wichtiger Therapiebaustein in der Arthrosebehandlung.  schae

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