München – „Habe ich das Bügeleisen ausgesteckt? Ich schaue besser noch mal nach!“ Solche Gedanken kennt jeder. Aber manche Menschen müssen vier oder fünf Mal zurücklaufen, um nachzusehen. Solche und andere Zwangsstörungen sind weitverbreitet – manche Menschen haben ganz wunde Haut an den Händen, weil sie sie zwanghaft bei jeder Gelegenheit waschen müssen. Andere plagen Zwangsgedanken oder sie können nicht anders, als Gegenstände ständig geometrisch zu sortieren, sodass sie ihre alltäglichen Pflichten kaum mehr bewältigen können. Doch es gibt ermutigende Nachrichten: „Zwangsstörungen können gut behandelt werden“, sagt Professor Marius Nickel-Palczynski, Ärztlicher Direktor des Ameos Privatklinikums Bad Aussee. In einer Informationsveranstaltung im Pressehaus München erläutert er, wie es gelingt, Zwänge loszuwerden oder besser mit ihnen zu leben. Auch der erfahrene Oberarzt Dr. Ulrich Förstner, Spezialist für die Behandlung von Zwängen, beantwortet die Fragen Betroffener und deren Angehöriger oder Behandler. Termin für die Veranstaltung „Hilfe bei Zwängen“ ist Mittwoch, 24. Mai, 18 Uhr im Pressehaus an der Bayerstraße 57. Die Zahl der Plätze ist begrenzt. Bitte melden Sie sich an unter Telefon 089 / 53 06 222.
Berkeley – Desinfektionsmittel sollten nicht unbedacht verwendet werden. Für bestimmte darin verwendete Wirkstoffe gilt Experten zufolge, dass sie häufig mehr schaden als nutzen. Amerikanische Wissenschaftler warnen jetzt vor dem verstärkten Gebrauch sogenannter quartärer Ammoniumverbindungen in Desinfektionsmitteln und anderen Produkten. Einige dieser Substanzen können Wassertiere schädigen und auch beim Menschen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Vor allem könne der alltägliche Gebrauch dieser Mittel die bekämpften Mikroorganismen durch Ausweichmutationen resistenter machen. Dies schreibt eine Gruppe von Forschern um Carol Kwiatkowski vom Green Science Policy Institute in Berkeley (Kalifornien, USA). Die Studie ist im Fachmagazin „Environmental Science & Technology“ erschienen.