Kopfschmerzen können ganz unterschiedlich sein, daher müssen wir Ärztinnen und Ärzte zunächst genau erfragen, an welcher Art von Kopfschmerz der Patient oder die Patientin leidet. Eventuell hat sich da auch im Laufe der Zeit etwas geändert, ohne dass es bemerkt wurde. Handelt es sich um eine Migräne oder einen Spannungskopfschmerz? Oder gar um einen Kopfschmerz, der durch zu viele Medikamente verstärkt wurde? Wir betrachten aber nicht nur den Kopfschmerz, sondern untersuchen auch, ob Verspannungen im Nacken oder der Schulter Ursachen sein könnten. Unterstützend bei der Einordnung ist ein Kopfschmerz-Tagebuch, in dem die Patienten festhalten, wann und unter welchen Begleitumständen sie in die Schmerzzustände geraten. Vielen Patienten, die lange unter Kopfschmerzen leiden, hilft eine multimodale Schmerztherapie, bei der zum einen medikamentöse Therapien optimiert werden. Doch noch wichtiger: Unterstützt von Psychologinnen und Physiotherapeuten erarbeiten die Patienten neue Verhaltensmuster und lernen, die Signale ihres Körpers rechtzeitig wahrzunehmen. Nicht mehr das Funktionieren im Alltag, sondern die eigenen essenziellen Bedürfnisse rücken so in den Mittelpunkt.