Fehlstellungen wie ein Senk- und/oder Spreizfuß sind Risikofaktoren für die Fußgesundheit. Denn nun stimmt die Fußstatik nicht mehr, eine chronische Fehlbelastung ist die Folge. Vor allem die zweiten bis vierten Mittelfußknochen werden bei einem Spreizfuß massiv überlastet – einer der Gründe für die Entstehung einer schmerzhaften Verdickung des Mittelfußnerven. Das Morton Neurom, so der medizinische Fachbegriff, ist eine häufig unterschätzte Folge eines nicht behandelten Spreizfußes. Zu den Folgeerkrankungen gehören zudem Schwielen und Hornhaut am Ballen, Druckstellen oder wiederkehrende Schleimbeutelentzündungen. Helfen können orthopädische Schuheinlagen: Mit ihnen wird der chronischen Überlastung entgegengewirkt und den Füßen wieder zu einer Abrollbewegung verholfen. Hierfür müssen die Einlagen allerdings exakt auf die ungünstigen Druckverhältnisse der Füße abgestimmt sein. Denn passen sie nicht richtig, können sie sogar das Gegenteil bewirken. Wichtig ist deshalb eine eingehende Untersuchung der Füße einschließlich der exakten Ermittlung eines individuellen Fußprofils und einer dynamischen Bewegungsanalyse mithilfe der elektronischen Fußdruckmessung beim Gehen. Anhand der ermittelten Daten werden die Einlagen maßgefertigt. Sie sollten auch regelmäßig kontrolliert bzw. angepasst werden.