Die kleinen Nager sind immer frühreif

von Redaktion

Meerschweinchen und Kaninchen können ihr Verhalten drastisch ändern

Meerschweinchen sind Gruppentiere, sie fühlen sich nur im Schutz von Artgenossen wohl, sie brauchen deren Wärme und haben ein ausgeklügeltes Sozialsystem. Diese kleinen Tiere werden bereits mit 300 Gramm – wenn sie vier bis sechs Wochen alt sind – geschlechtsreif! Man sollte die Böcke früh kastrieren, man nennt sie dann „Frühkastraten“. Das hat den Vorteil, dass sie in der Gruppe bleiben können. Ohne Kastration müssten sie mit vier Wochen rigoros getrennt werden, denn sonst decken sie die Mutter und ihre Schwestern. Böcke sind überdies nach der Kastration noch bis zu sechs Wochen zeugungsfähig.

Auch Kaninchen pubertieren: Zwei junge Kaninchen waren beste Freunde und nun streiten sie? Sie waren stubenrein, spritzen nun aber roten Urin umher und kötteln überall hin? Das ist die Pubertät! Zwei Rammler, die sich so gut verstanden haben, bekämpfen und verletzen sich? Da hilft nur Kastration. Auch zwei befreundete Weibchen können „plötzlich“ Feindinnen werden. Da kann es helfen, ein kastriertes Männchen hinzu zu vergesellschaften, um Ruhe in die Gruppe zu bringen. Kaninchen kommen je nach Rasse ab dem fünften Lebensmonat in die Pubertät. Ein Anzeichen kann extremes Buddelverhalten sein. Das Weibchen kann scheinträchtig sein und es kann auch sein, dass es sich Fell ausrupft, um die Höhle für den vermeintlichen Nachwuchs zu polstern.  nf

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