Cookie-Hinweise nerven fast jeden

von Redaktion

Jeder Internetnutzer kennt dieses Ärgernis: Beim Aufrufen einer Seite ploppt erstmal ein Fenster mit Cookie-Hinweisen auf. Dann muss man sich entscheiden, ob und in welcher Form man das Datensammeln mit den kleinen Cookie-Dateien akzeptiert, die das eigene Surfverhalten analysieren und speichern.

Eine Umfrage des Technikverbandes Bitkom hat jetzt ergeben, dass 76 Prozent der Internet Nutzer in Deutschland von Cookie-Bannern genervt sind. 45 Prozent stimmen dann einfach ungelesen allen Vorschlägen zu, um die Einblendung möglichst schnell vom Bildschirm zu bekommen – oder weil sie sich davon bessere Funktionen auf der Seite versprechen.

Der Absicht der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU entspricht beides nicht. Denn sie sollte dafür sorgen, dass Verbraucher so gut informiert werden, dass sie ganz gezielt ihre Datenschutz-Entscheidungen treffen können. Das klappt aktuell nur bei einem Drittel der Nutzer. Die EU plant nun eine Alternative zu den ungeliebten Einblendungen. So könnte ein deutlich sichtbarer Menüknopf auf der Seite direkt zu den Privatsphäre-Einstellungen führen. Er soll für eine bessere Balance zwischen Datenschutz und der Werbung sorgen, mit denen viele Betreiber ihre Internetangebote finanzieren.

JÖRG HEINRICH

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