20 typische Probleme, bei denen die Eigenblut-Therapie hilft

von Redaktion

Arthrose, Nervenreizungen, Fersensporn und Schleimbeutelentzündungen – Wie Studien die Wirkung bewerten

Bestimmte Verletzungen und Erkrankungen der Muskeln, Sehnen und Gelenke sprechen gut auf die ACP/PRP-Therapie an. Die Grafik zeigt 20 typische Stellen, bei denen die Eigenbluttherapie eingesetzt wird. © Imago

Die Eigenblut-Therapie ist weltweit Gegenstand zahlreicher Studien, die laufend neu bewertet werden. 20 weitverbreitete Erkrankungen, bei denen Orthopäden die Eigenblut-Therapie einsetzen:

■ 1. Arthrose in der Schulter

Die ACP/PRP-Behandlung kann hier den Degenerationsprozess im Schultergelenk verlangsamen und so das Fortschreiten der Arthrose hinauszögern. Schmerzen werden gelindert, die Beweglichkeit verbessert.

■ 2. Schleimbeutel

Die Schleimbeutelentzündung in der Schulter (und in der Hüfte) ist extrem schmerzhaft. Klinische Studien haben gezeigt, dass Eigenblut Schmerzen und Entzündung lindern kann.

■ 3. Tennis- und Golferarm

Dabei handelt es sich um eine Sehnenansatz-Entzündung, oft ausgelöst durch Überlastung beim Sport. In Studien war PRP/ACP einer Cortison-Injektion überlegen.

■ 4. Sehnenscheide

Auch im Handgelenk kann eine schmerzhafte Sehnenscheidenentzündung (Tendovagonitis) auftreten. Das frische, sauerstoff- und nährstoffreiche Blut beschleunigt den Aufbau von Kollagen und der neuen Gewebestruktur.

■ 5. Rhizarthrose

Rhizarthrose im Daumensattelgelenk verursacht schmerzhaften Knorpelverschleiß. ACP/PRP gilt auch hier im frühen Stadium als vielversprechende Therapiemethode.

■ 6. Facettengelenke

Die ACP/PRP-Therapie an der Wirbelsäule bei einer schmerzhaften Facettengelenksarthrose erfordert viel Erfahrung des Arztes. Im Vergleich zur Cortison-Behandlung schnitt der Langzeiteffekt der ACP/PRP-Therapie deutlich besser ab.

■ 7. Ischias

Vor einer Behandlung mit starken Schmerzmedikamenten gegen hartnäckige Nervenreizungen wie z. B. beim Ischias-Schmerz hat sich aus Sicht vieler Ärzte oft ein Versuch mit der punktgenauen, sanften ACP/PRP-Therapie bewährt.

■ 8. Bandscheibe

Zellstimulierendes und entzündungshemmendes PRP/ACP hilft der degenerierten Bandscheibe bei einem Bandscheibenverschleiß, ihre Elastizität wiederherzustellen. Studien im Labor und am Patienten haben diese positive Wirkung bestätigt.

■ 9. Hüftgelenksarthrose

Studien belegen, dass PRP/ACP im frühen bis mittleren Stadium die Reparatur des Knorpels bei Arthrose im Hüftgelenk stimuliert und Schmerzen lindert.

■ 10. Muskeln & Sehnen

In der Sportmedizin gehört die Eigenblut-Therapie mittlerweile auch im Profisport zum festen Repertoire, um die Heilung zu beschleunigen – speziell bei Verletzungen an Muskeln, Bändern und Sehnen.

■ 11. Meniskusrisse

Speziell der Innenmeniskus im Knie ist großen Belastungen ausgesetzt. Die Folge sind häufig kleine, schmerzhafte Risse. Die erhöhte Plättchenkonzentration nach der ACP/PRP-Injektion kann die natürliche Heilung beschleunigen und verstärken.

■ 12. Runners Knee

Das Runners Knee („Läuferknie“) ist ein Reizzustand am äußeren Kniegelenk, das oft überengagierte Jogger trifft. Die Eigenblut-Therapie beschleunigt die Heilung.

■ 13. Rekonstruktions-OPs

Kreuzband- bzw. Sehnenrisse in Knie und Schulter sind oft ein Fall für Rekonstruktions-Operationen. Studien zeigen, dass PRP/ACP postoperativ eine schnellere Heilung und Schmerzreduktion bewirkt.

■ 14. Kniegelenksarthrose

Bei leicht- und mittelgradiger Kniegelenksarthrose überzeugte die Eigenblut-Wirkung in Studien und Metaanalysen bei Schmerzlinderung und Verbesserung der Gelenkfunktion.

■ 15. Plicasyndrom

Die Plica ist eine kleine, harte Falte in der Gelenkshaut zwischen Kniescheibe und Oberschenkel. Wenn sie sich einzwickt, kommt es zu schmerzhaften Reizungen bei jeder Bewegung. PRP/ACP lindert diese Symptome.

■ 16. Patellasehne

Die Patellasehne verbindet Kniescheibe (Patella) und Schienbein. Durch Fehlbelastung kann es zu winzigen Rissen kommen. Vier Studien zeigten eine Überlegenheit von ACP/PRP gegenüber Stoßwellentherapie und Dry Needling (Akupunkturtechnik).

■ 17. Knorpel im Knie

Knorpelverletzungen im Knie sind oft die Folge schwerer Stürzen oder (Sport-)Unfälle, die gut auf die PRP/ACP-Behandlungen ansprechen.

■ 18. Sprunggelenk

Die biochemischen Prozesse der PRP/ACP-Therapie können offenbar auch bei der Arthrose im Sprunggelenk einen knorpelschützenden Effekt entfalten, den Entzündungsschmerz hemmen und die Bildung des Bindegewebes stimulieren.

■ 19. Achillessehne

Sehnen reagieren in vielen Fällen sehr gut auf die Eigenblut-Therapie. Dazu zählt auch die Achillessehne über der Ferse, die sich bei Überlastung schmerzhaft entzünden kann. Die Achillessehnen-Tendinitis trifft häufig Läufer.

■ 20. Fersensporn

Bei einem schmerzhaften Fersensporn (Plantarfasziitis) hat sich die kräftige Sehnenplatte unter dem Fuß entzündet. Hier zeigte die PRP-Therapie langfristig eine deutliche Verbesserung – und war in Studien der Wirksamkeit einer Cortison-Behandlung überlegen.
DOP

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