Rotbauchunken bei der Paarung. © Michael Matthey/dpa
Richter soll die Tauben jetzt begnadigen
Limburg an der Lahn – Letzte Hoffnung ist das Recht: Tierschützer wollen klagen, um die Stadttauben von Limburg an der Lahn zu retten. Dort leben etwa 700 der Vögel in der Innenstadt. Da es Beschwerden von Anwohnern und Gastronomen gab, hatte die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, zwei Falkner mit der Tötung der Tauben zu beauftragen. Den Tieren soll das Genick gebrochen werden. Ein Bürgerentscheid hat das Todesurteil nun bestätigt. Der Oberbürgermeister kündigte nun eine umfangreiche Prüfung an, vor Herbst sei nicht mit dem Einsatz der Falkner zu rechnen.
Rotbauchunken werden per Hand aufgezogen
Fehmarn – Um den Bestand der gefährdeten Rotbauchunken zu stabilisieren, sammeln Naturschützer in Schleswig-Holstein den Laich der Amphibien ein, ziehen die Kaulquappen groß und wildern die jungen Unken nach acht Wochen wieder aus. Ein Sprecher der Stiftung Naturschutz sagte: „Es ist eine Erfolgsgeschichte. In der Natur überstehen nur zehn Prozent der Unken das Laichstadium, bei der künstlichen Aufzucht sind es über 90 Prozent.“ Das gebe den selten gewordenen Tieren eine Überlebenschance.
Island genehmigt sich wieder Walfang
Reykjavik – Trotz aller internationaler Proteste hat Island für dieses Jahr wieder den Walfang erlaubt: Der einzige Fischer, der mit seiner Flotte Jagd auf die Meeresriesen macht, darf 128 Finnwale töten. Das aktuell gültige Walfang-Gesetz ist 60 Jahre alt und soll demnächst überarbeitet werden. Bei Stichproben hatte das Fischereiministerium dokumentiert, dass die Wale lange leiden müssen.