Dr. Steffen Zenta Facharzt für Orthopädie MVZ im Helios, München
Häufiger als man denkt, kommt es vor, dass es zu einem Bruch eines der drei Knochenglieder des Zehs gekommen ist. Wenn der kleine Zeh mit einer Tischkante zusammengestoßen oder am Bettpfosten hängen geblieben ist, wenn er von einem Gegenstand getroffen oder auf ihn getreten wurde, ist das meist eine äußerst unangenehme Sache. Im Vergleich zu anderen Knochenbrüchen mag ein gebrochener kleiner Zeh auf den ersten Blick nicht allzu schwerwiegend erscheinen. Gleichwohl sollten Sie die Verletzung nicht unterschätzen, denn der kleine Zeh hat eine wichtige Bedeutung für die Funktion und Stabilität des Fußes: Trotz seiner geringen Größe ist die Kleinzehe wesentlich daran beteiligt, dass wir beim Stehen, Laufen oder Springen die Balance halten und gestützt werden.
Bleibt ein Zehenbruch unbehandelt, kann eine Fehlstellung die Folge sein. Deshalb sollte man sich bald untersuchen lassen. Bei einer sichtbaren Fehlstellung gilt es, den Zeh möglichst umgehend mit speziellen Handgriffen zu repositionieren und mithilfe eines Tapes am gesunden Nachbarzeh zu fixieren. Der Genesungsprozess kann bis zu zwölf Wochen dauern. Er sollte überprüft regelmäßigt werden.