MEHR ZUM THEMA

Alarmzeichen und Symptome

von Redaktion

Zittern ist ein klassisches Symptom. © panthermedia

Schlafstörungen treten manchmal früh auf. © C. Klose/dpa-tmn

München – Parkinson wird mit gutem Grund die Krankheit mit den hundert Gesichtern genannt. Die Erkrankung kann ganz unterschiedliche Symptome haben. Oft ist sie deshalb schwer zu erkennen und vielen Patienten wäre eine Odyssee von Arzt zu Arzt erspart geblieben, wenn sie früher zu einem Parkinson-Spezialisten gegangen wären.

■ Frühe Anzeichen

Eine Parkinson-Krankheit zeigt sich oftmals zuerst durch Störungen bei der Feinmotorik, etwa durch Veränderungen bei der Handschrift, erklärt der Neurologe PD Dr. Thomas Köglsperger. Frühwarnzeichen, die sich oft schon Jahre vorher zeigen, gibt es einige. Diese können auf Parkinson hindeuten, aber auch ganz andere Ursachen haben. Zu den frühen Anzeichen von Parkinson gehören zum Beispiel Schlafstörungen. „Charakteristisch sind zum Beispiel sehr lebhafte Träume, bei denen sich der Trauminhalt in Bewegung umsetzt“, erklärt Köglsperger. Denn das sollte ja eigentlich nicht passieren, dass jemand, der im Traum vor Löwen flüchtet, im Schlaf heftig strampelt und sich so an Raubtiere verraten würde.

Weitere Frühwarnzeichen können ein gestörter Geruchssinn sein, zudem Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Beschwerden im Nacken- oder Schulterbereich, die auf eine Muskelsteifheit hindeuten können. Ebenso zählen Abgeschlagenheit, Müdigkeit, innere Unruhe und depressive Verstimmungen zu den ersten Anzeichen. Weiterhin kann es zu Veränderungen beim Mitschwingen der Arme beim Gehen kommen. Auch das Zittern, eines der klassischen Parkinson-Symptome, tritt manchmal schon sehr früh auf.

■ Klassische Symptome

Weitere klassische Symptome sind Bewegungsstörungen, zum Beispiel Steifheit der Muskeln, verlangsamte Bewegungen, etwa Einschränkungen der Mimik, verringertes Schwingen eines Armes beim Gehen, verkleinerte Handschrift, leisere Sprache und Gang- oder Haltungsstörungen. Außerdem können bei Parkinson folgende Symptome auftreten: Das sogenannte Freezing, also das „Einfrieren“ von Bewegungen, Sprachschwierigkeiten, Schluckbeschwerden, Störungen der vegetativen Funktionen wie etwa des Blutdrucks oder der Verdauung und Beeinträchtigungen der geistigen Leistungsfähigkeit. S. SASSE

Artikel 2 von 4