Freddy stürzte 15 Meter tief: Spendenaktion finanzierte die OP

von Redaktion

Bund der Katzenfreunde bittet: Versichert eure Tiere!

Hatte mehrere Schutzengel: Kater Freddy überlebte einen 15-Meter-Sturz. © Bund der Katzenfreunde

München – Kater Freddy ist vier Monate jung, ein neugieriges Kerlchen und wollte mal auskundschaften, wie die Welt außerhalb der vier Wände sich anfühlt. Sieben Leben werden Katzen zugeschrieben, drei Schutzengel haben Freddy gerettet!

Er sprang in der Wohnung im vierten Stock im Umland von München auf das Fensterbrett und hangelte sich am gekippten Fenster hinauf. Der erste Schutzengel verhinderte, dass er abrutschte und im Fenster erstickte. Gekippte Fenster sind als Todesfalle für Stubentiger gefürchtet. Freddy schlüpfte hindurch, und stürzte im freien Fall 15 Meter tief auf den betonierten Fußweg. Ein zweiter Schutzengel sorgte für eine Landung, die er überlebte. Allerdings mit gebrochenem Kiefer, Schädel und Schultergelenk. Die Tierklinik schätzte die Kosten auf bis zu 7000 Euro, zu viel für die Besitzerin. Freddy sollte eingeschläfert werden. Ein Notruf erreichte Schutzengel Nummer drei, den Bund der Katzenfreunde, die den jungen Kater übernahmen. „9000 Euro kostete die Behandlung, aber eine Spendenaktion erbrachte rund 90 Prozent davon“, ist der Vorsitzende Marius Zisselsberger erleichtert. Es war die höchste einzelne Tierarztrechnung, die der Verein je bezahlen musste. Zisselsberger appelliert dringend an alle Besitzer, ihre Tiere krankenzuversichern. Eine Katze lebt 15 bis 20 Jahre: „Das ist eine große Verantwortung, die man übernimmt. Noch viel zu wenige Menschen machen sich darüber Gedanken, welche Kosten auf sie zukommen können.“ Freddy erholt sich auf einem Pflegeplatz. „Er wird wieder ganz gesund“, freut sich Zisselsberger. Freddy ist schon wieder munter, allerdings viel, viel vorsichtiger.

Der Bund der Katzenfreunde wurde vor 40 Jahren in München gegründet und finanziert sich durch Spenden, Flohmärkte und Patenschaften. Die Bilanz ist beeindruckend: Im Jahr 2023 wurde 316 Katzen kastriert (vor allem im Münchner Umland), 93 Katzen auf Dauerpflegeplätzen versorgt, 591 tierärztliche Behandlungen finanziert, 275 Tiere auf betreuten Futterplätzen versorgt und 59 Katzen vermittelt. Zisselsberger: „Wird ein Notfall gemeldet, geht eine Rundmail an alle Mitglieder mit der Frage, wer helfen kann.“ Infos: bund-der-katzenfreunde.de
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