Zu viele Lipoproteine im Blut sind kritisch. © Mauritius
Nährstoffmängel können ergänzt werden. © Mauritius
München – Über das kleine bzw. große Blutbild hinaus können noch eine ganze Reihe weiterer Werte überprüft werden wie z. B. Gerinnungsparameter, Leberwerte, Nierenfunktion, Cholesterin und Blutzucker.
■ Leber
Schlechte Leberwerte stehen oft im Zusammenhang mit übermäßigem Alkoholkonsum oder sehr fetthaltiger Ernährung. Aber auch bei Vergiftungen, Virusinfektionen (z. B. Hepatitis) oder bösartigen Gewebewucherungen der Leber verändern sich die Werte negativ.
■ Niere
Zur Untersuchung der Nierenfunktion werden hauptsächlich zwei Werte gemessen: das Muskelabbau-Produkt Kreatinin und Harnstoff. Kreatinin wird über die Niere ausgeschieden. Die Werte steigen an, wenn die Nieren eingeschränkt arbeiten. Auch der Harnstoff (Eiweiß-Abbauprodukt) gibt Hinweise auf die korrekte Nierenfunktion. Daraus lassen sich wichtige Parameter für die Nierenfunktion errechnen. Erhöhte Harnsäurewerte findet man beispielsweise bei Gicht-Patienten.
■ Nährstoffe
Nährstoffwerte zeigen an, ob der Körper mit allen lebensnotwendigen Spurenelementen ausreichend versorgt ist. Gemessen werden hier etwa Vitamine, Elektrolyte und Spurenelemente wie Eisen, Zink, Kalium, Kalzium oder Folsäure sowie Aminosäuren.
■ Schilddrüse
In der Schilddrüse kann an drei Hormonen – TSH, T3 und T4 – abgelesen werden, ob sie richtig funktioniert. Entscheidend ist vor allem das Steuerhormon der Schilddrüse (TSH). Ein erhöhter TSH-Wert deutet meistens auf eine Unterfunktion der Schilddrüse hin. Ist der Wert zu niedrig, spricht man von einer Überfunktion der Schilddrüse. In Jodmangel-Regionen wie zum Beispiel Süddeutschland sollte der Wert bei Auffälligkeiten öfter kontrolliert werden.
■ Cholesterin
Blutfett-Werte zeigen ungünstige LDL-Cholesterine an, die in den Gefäßen Entzündungen, Versteifungen und Ablagerungen und so Atherosklerose (Arterienverkalkung) verursachen können. In der Folge steigt der Blutdruck, der Prozess verstärkt sich. Günstige Blutfette (HDL-Cholesterine) können den Prozess bremsen. Aber: Zu hohe Werte sind nur dann ein Problem, wenn sie längerfristig hoch bleiben.
DO