Hannover – Das Kind hat zwar Fieber, ist aber gut drauf? Dann müssen Eltern es nicht unbedingt senken. Schließlich ist Fieber eine Strategie des Körpers, um sich gegen Krankheitserreger zur Wehr zu setzen. Anders sieht es aus, wenn das Kind zunehmend erschöpft wirkt und sehr unter dem Fieber leidet, wie es auf der Website „kindergesundheit-info.de“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) heißt. Ein Hausmittel, das dem Kind dann das Glühen nehmen kann: Wadenwickel.
Wie geht es? Benutzen können Eltern für die Wickel frische Küchenhandtücher oder große Stofftaschentücher. Insgesamt braucht es für einen Wadenwickel zwei solcher Baumwoll- oder Leinentücher, außerdem ein dickeres Tuch oder einen Schal. Synthetische Stoffe eignen sich eher nicht, weil sie zu wenig feuchtigkeits- und luftdurchlässig sind. Eines der dünneren Tücher machen Eltern nun in handwarmem Wasser nass und wringen es leicht aus, ehe sie es dem Kind um die Wade wickeln – nicht zu fest, nicht zu locker. Darüber kommt das zweite, dünnere Tuch, das trocken ist. Im Anschluss wird alles mit dem dickeren Tuch abgedeckt.
Entfernen sollten Eltern die Wickel, sobald sie körperwarm sind. Bei kleinen Kindern hingegen ist spätestens nach zehn Minuten schon Schluss. Bei älteren Kindern dürfen Wickel durchaus auch 20 bis 30 Minuten angewendet werden. Im Anschluss sollten die kleinen Patienten noch eine halbe Stunde liegen bleiben.
DPA