HPV-infiziert: Muss ich mir Sorgen machen?

von Redaktion

Dr. Alena Siegfried Fachärztin für Frauenheilkunde Amedes MVZ für Gynäkologie und Pathologie München

Seit Januar 2020 wird zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs bei Frauen ab 35 Jahren zusätzlich zu der zytologischen Untersuchung (PAP-Test) auch ein Test auf Humane Papillomaviren (HPV) empfohlen. Die Infektion ist häufig und heilt meist von alleine ab. ZCrka 40 HPV-Typen befallen den Genitalbereich. Je nach Virustyp können sie zu gutartigen Genitalwarzen führen, einige aber können Gewebeveränderungen bewirken. Eine HPV-Infektion klingt meist nach einem Jahr wieder ab – doch ob dann die körpereigene Immunabwehr die Viren völlig beseitigt hat oder die Virenlast nur unter die Grenze der Nachweisbarkeit reduziert wurde, ist unklar. Einige der HPV-Viren sind sogenannte Hochrisiko-Typen, die zu Krebsvorstufen führen können. Wenn Sie mit einem Hochrisiko-Typ infiziert sind, wird das im Laborbefund mitgeteilt. Ebenso, ob Zellveränderungen feststellbar sind. Wichtig: Ein auffälliges PAP-Ergebnis bedeutet nicht automatisch Krebs. Und ein positiver Befund auf HPV bedeutet nicht, dass die Infektion zu Krebs führt – das tut sie statistisch nur bei fünf von 1000 Frauen. Ist der HPV-Test positiv, ändert sich der Kontrollrhythmus: Dann wird bei Frauen ab 35 nach einem Jahr getestet, ob die HPV-Infektion noch vorliegt, und wenn ja, ob sie zu Gewebeveränderungen geführt hat.

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