Wie sicher ist die KI für Kinder?

von Redaktion

Selbstverständlich wachsen Kinder heute mit digitalen Technologien auf, der Kontakt mit KI ist natürlich eingeschlossen. © Freepik

München – Statt KI vollständig zu meiden, könnte KinderGPT eine Lösung bieten. Das ist eine neue App aus Deutschland, die speziell auf die Bedürfnisse und die Sicherheit von Kindern zugeschnitten ist. Motto: Spiel, Spaß, Lernen, Entdecken. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

■ Was ist KinderGPT?

Die App für iOS und Android stammt vom unabhängigen Software-Entwickler Oliver Mauckner aus Kaiserslautern, daher auch die amüsante englische Entsprechung „HillcrownAI“ seiner Firma. KinderGPT basiert auf einer KI-Technologie, die speziell für Kinder ab etwa vier Jahren angepasst wurde. Im Chat kann der Nachwuchs Fragen jeglicher Art stellen, Geschichten erfinden und spielerisch lernen. Die Dialoge mit Begleitern wie dem KI-Fuchs Fufu sind so programmiert, dass sie kindgerecht, leicht verständlich und frei von unangebrachten Inhalten sind. Kinder können direkt mit der App sprechen oder schreiben, die KI antwortet in einem einfachen, freundlichen Ton.

■ Welche Inhalte gibt es?

KinderGPT kombiniert Lernspaß und kindliche Neugier mit Unterhaltung. Die App kann Geschichten erzählen, Rätsel lösen, bei den Hausaufgaben helfen und gemeinsam mit den Kindern kreative Projekte wie Gedichte oder Bastelideen entwickeln. Zusätzlich gibt es Lernspiele, die Mathematik, Sprache und Naturwissenschaften abdecken. Eines der Module informiert Kinder zu Themen wie Umweltschutz oder gesunder Ernährung. Und im „Frage einen Experten“-Modus können Mädchen und Buben auf einfache Art komplexe Themen wie Astronomie oder Geschichte erkunden. Alle Inhalte werden regelmäßig aktualisiert, um Abwechslung zu schaffen, um Bildungsstandards zu entsprechen und um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Ganz wichtig für die Schule: Bei Fragen zu Hausaufgaben liefert KinderGPT nicht einfach Antworten, sondern unterstützt dabei, selbst die Lösung zu finden.

■ Ist die Sicherheit hoch?

Sicherheit steht laut Entwickler Mauckner an erster Stelle. Alle Interaktionen werden in einer geschützten Umgebung verarbeitet und sind verschlüsselt. Die App speichert keinerlei persönlichen Daten der Kinder. Darüber hinaus sorgt ein Filtersystem dafür, dass die KI nur geprüfte Inhalte ausgibt. Der gefährliche Unsinn, den andere Künstliche Intelligenzen oft genug verbreiten, soll hier außen vor bleiben. Die App wurde in Zusammenarbeit mit Datenschutzexperten und Pädagogen entwickelt, um höchste Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Ob das tatsächlich so funktioniert, muss die Zukunft zeigen. Im Moment gibt es jedenfalls mit im Schnitt 4,8 von 5 Sternen nur positives Feedback und keine negativen Erfahrungen von Eltern oder Experten.

■ Haben Eltern Einfluss?

KinderGPT bietet umfangreiche Kontrollmöglichkeiten. In einem Eltern-Bereich können Nutzungszeiten festgelegt, Themen eingeschränkt und Lernziele definiert werden. Zudem erhalten Eltern regelmäßige Berichte darüber, wie ihr Kind die App nutzt und welche Fortschritte es macht. Das sorgt für Transparenz und gibt Eltern die Kontrolle, ohne die Autonomie der Kinder einzuschränken. Eine Mutter namens Doro lobt im App Store: „Unsere Kleine liebt es, sich Bilder generieren zu lassen. Mein Sohn hat gerade entdeckt, dass er damit auch Englisch üben kann. Und uns gefällt, dass die Kinder aktiv eingebunden werden und nicht nur konsumieren.“

■ Was kostet KinderGPT?

Die App lässt sich für zwei Wochen gratis testen. Danach werden Abos fällig. Die Nutzung für ein Kind kostet 9,99 Euro im Monat. Für mehrere Kinder gibt es gestaffelte Rabatte wie 17,99 Euro für zwei Kids.

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