Schreibtisch-Laufbänder: So läuft‘s im Büro

von Redaktion

Die kleinen Laufbänder passen bestens unter höhenverstellbare Schreibtische. Einfache Modelle gibt es schon ab 110 Euro. Wer keinen höhenverstellbaren Tisch hat, kann sich ein Stehpult für den Laptop besorgen. © Ceartry

Wer seine Arbeit im Büro öfter mal zum Weglaufen findet, kann das jetzt tun. Denn Schreibtisch-Laufbänder, sogenannte Walking Pads, liegen 2025 absolut im Trend. Die Idee klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Statt nach einem langen Tag mit verspanntem Rücken und schweren Beinen vom Bürostuhl aufzustehen, hat man bereits einige Kilometer zurückgelegt – ohne dabei die Arbeit zu vernachlässigen. So schafft man die empfohlenen 10 000 Schritte am Tag ganz nebenbei. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Büro-Joggen (oder zumindest Spazierengehen).

Wie funktionieren die Laufbänder?

Sie sind speziell darauf ausgelegt, bei niedriger bis moderater Geschwindigkeit genutzt zu werden, während man gleichzeitig im Stehen arbeitet. Die meisten Modelle sind kompakt und lassen sich bei Nichtnutzung zur Seite schieben oder in die Ecke stellen. Normales Gehen funktioniert mit etwa 3 bis 4 km/h. Geübte Nutzer schaffen 6 bis 8 km/h – was bereits lockerem Jogging-Tempo entspricht. Ein Display am Laufband zeigt die geschaffte Strecke, Geschwindigkeit und den geschätzten Kalorienverbrauch an. Die Steuerung erfolgt meist über eine Fernbedienung oder per drahtloser Bluetooth-Verbindung über eine App.

Wie schädlich ist stundenlanges Sitzen?

Langes Sitzen gilt bei Gesundheitsexperten nicht umsonst als das „neue Rauchen“. Es erhöht das Risiko für gesundheitliche Probleme wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Übergewicht und kann sogar für eine verkürzte Lebenserwartung sorgen. Der menschliche Körper ist schlichtweg nicht dafür gemacht, stundenlang in der gleichen Position zu verharren.

Was bringt die Büro-Bewegung?

Gehen hält den Kreislauf in Schwung. Wer sich stundenlang leicht bewegt, verbrennt hunderte von Kalorien – ganz nebenbei. Viele Nutzer berichten, dass sie sich während des Gehens oder leichten Laufens sogar besser konzentrieren und fokussierter arbeiten können. Eine aufrechte Haltung und stetige Bewegung beugen zudem Rückenschmerzen vor.

Worauf muss man beim Kauf eines Büro-Laufbands achten?

Die Lautstärke spielt eine entscheidende Rolle. Deshalb sind im Büro leise Modelle erste Wahl. Das Laufband muss unter den Schreibtisch passen und das eigene Körpergewicht sicher tragen. Ein breiter Geschwindigkeitsbereich von einem km/h bis zumindest sechs km/h sorgt für Flexibilität. Eine gute Federung schont Gelenke und reduziert Geräusche.

Welchen Schreibtisch brauche ich dafür?

Ideal ist ein höhenverstellbarer Schreibtisch – niedrig beim Arbeiten im Sitzen, hoch beim Büro-Joggen. Modelle wie den FlexiSpot Basic, der sich von 73 Zentimeter bis 1,21 Meter Arbeitshöhe verstellen lässt, gibt es mit einem Meter Breite schon für rund 110 Euro. 1,60 Meter Breite kosten 260 Euro. Besonders praktisch ist es, wenn der Schreibtisch elektrisch nach oben geht, wie beim Devoko Computertisch ab 240 Euro. Wer nicht sein halbes Büro umbauen will, besorgt sich einen Ständer für den bisherigen Schreibtisch, der den Laptop in die Höhe bringt. In unserem Test hat sich der Tounee Laptop Stand (45 Euro) bewährt, der nicht so wackelig ist. Er liftet den Rechner robust und stabil um bis zu 53 Zentimeter nach oben.

Was kosten die Laufbänder?

Einfache Modelle starten bei etwa 110 Euro. Dafür gibt es das HomeFitnessCode Walking Pad. Hier dürfen die Ansprüche an Dämpfung und Geräuschkulisse aber nicht allzu hoch sein. Für 200 Euro ist das gut bewertete Kiddoza Walking Pad zu haben. Hochwertiger in allen Belangen ist der Testsieger Kuipers Fitness K1 (kuipers-fitness.de) mit Rahmen aus Eschenholz für 419 Euro. Favorit in unserem Test ist das Sportstech sPad500 für 339 Euro (sportstech.de). Es ist mit 27,6 Kilo zwar schwer. Dafür lässt es sich in fünf Stufen nach oben neigen, quasi fürs Büro-Bergwandern.


VON JÖRG HEINRICH

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