Prof. Volker Heinemann Onkologe/Hämatologe LMU-Klinikum Präsident der Bayerischen Krebsgesellschaft © Marcus Schlaf
Regelmäßige körperliche Aktivität kann das Risiko, an bestimmten Krebsarten zu erkranken, signifikant senken und gleichzeitig die Herzgesundheit fördern. Denn regelmäßige Bewegung verbessert die Durchblutung und stärkt das Immunsystem, da sie die Fähigkeit des Körpers verbessert, entartete Zellen frühzeitig zu erkennen und zu eliminieren. Zudem beeinflusst sie den Hormonhaushalt positiv , dämmt Entzündungsprozesse ein und unterstützt ein gesundes Körpergewicht. Trainiert man täglich mindestens zehn Minuten intensiv, schütten die Muskeln bestimmte Botenstoffe aus, die sich positiv auswirken. Sie können beispielsweise im Darm die Entwicklung von Darmpolypen hemmen, die eine Vorstufe von Darmkrebs sind. Wer sich wenig bewegt und viel sitzt, hat häufig auch mit Übergewicht und den daraus folgenden Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu kämpfen. Ich empfehle, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen: Kleine Bewegungseinheiten wie Treppensteigen oder Spazierengehen lassen sich ohne großen Aufwand integrieren. Bereits kleine Veränderungen können langfristig große gesundheitliche Vorteile bringen.