Das passiert im Körper der Frau

von Redaktion

München – Zwischen 45 und 55 Jahren kommen Frauen in die Wechseljahre, erklärt Prof. Marion Kiechle. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine biologische Veränderung, die mehrere Jahre anhalten kann. Sie beschreibt die abnehmende Funktion der Eierstöcke, die vom Modus „fruchtbar“ in den Modus „unfruchtbar“ wechseln. Letztendlich stellen die Eierstöcke ihre Funktion ein und die Hormone Östrogen und Progesteron fallen ab. Die meisten Frauen kommen im Alter von 51 bis 52 Jahren in die Menopause.

Die Periode kann plötzlich aufhören oder aber die Blutungen werden unregelmäßiger. Die Medizin unterscheidet bei den Wechseljahren verschiedene Phasen, was auch für die Behandlung der Beschwerden wichtig ist. Die letzte natürliche Monatsblutung einer Frau wird als Menopause bezeichnet. Nach zwölf Monaten Blutungsfreiheit beginnt die sogenannte Postmenopause. Die Zeit vor der Menopause wird als Perimenopause bezeichnet, in dieser Zeit können auch schon Blutungsstörungen auftreten. Sie werden verursacht durch hormonelle Ungleichgewichte zwischen Östrogenen und Gelbkörperhormonen (Gestagene), wobei letztere zuerst abnehmen. In dieser Lebensphase, die im Schnitt vier Jahre lang dauert, kann der Zyklus durch die Einnahme von Gestagen stabilisiert werden, dadurch wird auch die Schlafqualität wieder besser, weil uns diese Hormone die ersehnte Nachtruhe bringen. Im weiteren Verlauf nehmen auch die Östrogene ab, bis dann die Monatsblutung komplett aufhört.

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