Das kann die Apple-KI

von Redaktion

Ganz gut getroffen: Thomas-Gottschalk. © Merkur/Heinrich

Kein optimales Bild: Markus-Söder. © Merkur/Heinrich

Wer ist das? Die junge Angela Merkel. © Merkur/Jörg Heinrich

Bestens erkennbar: Friedrich Merz. © Merkur/Heinrich

Ein Foto mit dem klassischen Motiv einer deftigen Brotzeit: Im Originalbild lag auf der linken Seite eine Gabel auf dem Teller. Aber wenn sie stört, lässt man sie einfach verschwinden. © Freepik/Merkur/Jörg Heinrich

„Es dauert länger, als wir dachten,“ hieß es. Mittlerweile musste John Giannandrea, Chef der KI-Entwicklung, seinen Posten räumen. Und in Kalifornien wurde eine Sammelklage gegen Apple eingereicht. Denn die Firma hatte das aktuelle iPhone 16 mit umfangreichen Funktionen seiner KI „Apple Intelligence“ beworben, die nun noch gar nicht in dieser Form kommen. Der Vorwurf lautet auf Verbrauchertäuschung.

Der renommierte Experte John Gruber wirft Apple sogar vor, 2024 bei der Vorstellung seiner KI bewusst die Unwahrheit gesagt zu haben: „Das Fiasko ist nicht, dass Apple bei seiner KI zu spät dran ist“, schreibt Gruber. „Das Fiasko besteht darin, dass Apple eine Geschichte in die Welt gesetzt hat, die nicht wahr war – und eine Geschichte, von der einige Leute innerhalb des Unternehmens sicherlich wussten, dass sie nicht wahr war.“

Dennoch werden aktuelle iPhones, iPads und Mac-Computer Anfang nächster Woche ein ganzes Stück klüger. Denn dann starten die Teile von „Apple Intelligence“, die bereits fertig sind, auch in Deutschland. Davon profitieren Nutzer mit cleveren Tricks, die den Alltag erleichtern und für Unterhaltung sorgen. Wir haben bereits getestet und verraten, was Apple-Kunden erwartet.

■ Wie kann ich Apple Intelligence nutzen?

Das klappt mit den Aktualisierungen auf iOS 18.4, iPadOS 18.4 und macOS 15.4, die in Kürze erscheinen werden. Die KI funktioniert auf iPhone 15 Pro/Pro Max, auf allen iPhone 16 sowie auf iPads und Macs ab dem M1-Prozessor. Dazu kommt das iPad mini 7 von 2024 mit dem A17-Pro-Chip.

■ Wie ist der erste Eindruck?

Überraschend gut. An sich bietet die Apple-KI zwar keine Funktionen, die andere Dienste von ChatGPT bis zum Bilderwerkzeug Midjourney nicht auch beherrschen.

Aber statt für jeden Zweck immer wieder unterschiedliche Apps und Websites aufrufen zu müssen, sind hier alle Funktionen ins Gerät integriert und direkt per Klick verfügbar. Das geht schnell, macht Spaß und ist laut Apple in Sachen Datenschutz und Privatsphäre unbedenklicher als bei der Konkurrenz von Samsung oder Google.

■ Was lässt sich mit Bildern anstellen?

Mit der neuen Genmoji-Funktion kann man ganz persönliche Emojis basteln – auch aus den Gesichtern von Familie, Freunden oder Prominenten. Sie lassen sich dann wie normale Emojis benutzen, was für viel Verblüffung sorgen dürfte. Einen Schritt weiter geht das Programm Image Playground, das ganze Bilder erzeugt.

Wer Friedrich Merz bei der Gartenarbeit sehen will (oder seine eigenen Kinder auf den Mond schießen möchte), ist hier richtig. Das sieht zwar bei Weitem nicht so fotorealistisch aus wie bei Midjourney, Dall-E3 oder Grok, ist aber amüsant und familientauglich. Außerdem findet die KI per kurzer Beschreibung („Zeig mir Steffi in Rom“) jedes denkbare Bild in der Fotosammlung oder entfernt störende Teile aus Bildern. Und man kann beliebige Objekte fotografieren vom Alltagsgegenstand bis zur Sehenswürdigkeit und erhält dann alle Infos dazu.

■ Wie hilft die Apple-KI beim Schreiben?

Per Verknüpfung mit ChatGPT lässt sich jedes nur denkbare Schreiben (beinahe) vollautomatisch erstellen, von der Einladung bis zur Bewerbung oder der Antwort auf Mails. Die Ergebnisse können zwar schon noch etwas Feinarbeit vertragen, aber das Gerüst steht. Jeden Text, zum Beispiel Artikel aus dem Internet, kann man per Klick kürzen, umschreiben oder in Stichpunkten zusammenfassen.

Als Stil fürs Umschreiben lassen sich „Professionell“ oder „Freundlich“ auswählen. Oder man erklärt den Inhalt speziell für Kinder. In diesem Artikel zu Apple Intelligence heißt es dann: „Die neue Technik ist wirklich cool! Alles ist direkt in deinem Handy, und es ist viel sicherer.“

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