Meniskusriss trifft auch Kinder

von Redaktion

Dr. Heribert Konvalin Facharzt für Orthopädie & Sportmedizin Orthopädisches Versorgungszentrum im Helios München

Früher galt ein Meniskusriss tatsächlich als typische Verletzung im Erwachsenenalter. Doch inzwischen müssen auch Kinder und Jugendliche immer häufiger wegen eines Schadens am Innen- oder Außenmeniskus behandelt werden, wie aktuelle Daten zeigen. Meist passiert es beim Sport, etwa beim Fußball, Basketball, Handball oder Tennis, wenn das (gebeugte) Knie abrupt gestoppt und dabei verdreht wird. „Mit einer Meniskusverletzung im Kindesalter ist nicht zu spaßen. Eltern sollten das Knie ihres Kindes baldmöglichst untersuchen lassen. Lautet die Diagnose „unkomplizierter Meniskusriss“ kommt praktisch die gleiche Behandlung in Betracht wie bei Erwachsenen: Der Riss wird im Rahmen einer minimal-invasiven Arthroskopie genäht. “ Wichtig ist, dass anschließend für sechs Wochen eine Orthese getragen wird, um das Knie vor zu viel Belastung zu schützen. Parallel dazu sollte eine Physiotherapie mit Kräftigung der kniestabilisierenden Muskulatur erfolgen. Kinder haben den großen Vorteil, dass ihre Menisken noch sehr viel besser durchblutet sind. Das wirkt sich positiv auf die Heilung aus. Eine gewisse Vorsicht ist jedoch danach unvermeidlich. Denn auch im Kindesalter gilt: Jeder geheilte Meniskus ist nie wieder so belastbar wie ein unverletzt gebliebener Meniskus.

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