Bessere Hörgeräte dank KI

von Redaktion

Das Phonak Lyric ist klein und unauffällig. © Phonak

Bis zu 16 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Beeinträchtigungen beim Hören. Ursachen sind sowohl das steigende Alter als auch die zunehmende Lärmbelastung im Alltag. Für Betroffene gibt es jetzt neue Hoffnung, wieder besser zu hören und aktiver am Leben teilnehmen zu können.

Denn Künstliche Intelligenz sorgt für einen technologischen Durchbruch: Moderne Hörgeräte analysieren Umgebungsgeräusche in Echtzeit, filtern gezielt Stimmen heraus und blenden störende Hintergrundgeräusche aktiv aus. Diese „Stimmisolation“ ermöglicht natürlicheres Hören in komplexen Klangsituationen.

Hörhilfen um die 2000 Euro wie das Starkey Edge AI 24, Phonak Audéo Lumity L90-RT oder Oticon Intent 1 sind klein, unauffällig und vielseitig. Sie bieten Bluetooth-Verbindungen zu Smartphones und Fernsehern, Touch-Steuerung für Musik und Telefonie oder Sprachausgabe für Anruferkennung. Sogar Apples Musik-Ohrstöpsel AirPods Pro 2 für rund 220 Euro sind mittlerweile als Hörgeräte für leichte bis mittelgradige Schwerhörigkeit zugelassen.

Das Phonak Lyric gilt als das erste zu 100 Prozent unsichtbare Hörsystem. Es sitzt tief im Gehörgang und wird vom Hörgeräteakustiker für mehrere Monate im Ohr belassen. Die Miete ist allerdings kostspielig, mit rund 140 Euro pro Ohr und Monat. Aktuell arbeiten Forscherinnen und Forscher an noch intelligenteren Systemen. Hörgeräte sollen künftig Lippenbewegungen in Sprache umwandeln und die Hör-Absicht des Trägers situationsgenau erkennen.

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