Die Solar-Mückenfalle von Palone für 35 Euro lässt sich auch an Steckdose aufladen.
Solarduschen, komfortabel wie im Bad, kosten über 100 Euro. Billige gibt es ab 13.
Das AquaBloom-Set von Gardena für 90 Euro verteilt das Wasser zeitgesteuert.
Solar-Rucksäcke wie der Sunnybag für 100 Euro bieten meist 7 bis 10 Watt Leistung.
Powerbank mit besonders viel Power: Modelle mit großen, faltbaren Solarzellen wie das BigBlue 28 Watt für 70 Euro laden deutlich schneller als herkömmliche.
Es gibt immer mehr Geräte, die die Sonne anzapfen und mit Solarstrom funktionieren. Wir stellen die besten Ideen für den praktischen und umweltfreundlichen Technik-Sommer vor.
■ Duschen
Herrlich warmes Wasser beim Campen oder Zelten – dafür sorgen Solarduschen, bei denen die Sonne das Wasser den Tag über aufheizt. Bei Obi gibt es einen 20-Liter-Duschsack mit Thermometer schon für 13 Euro. Die Solardusche von CCLife ist deutlich komfortabler. Sie lässt sich aufstellen wie die Dusche im Badezimmer. Kleinste Größe für 125 Euro sind 35 Liter. 60 Liter kosten 180 Euro. Aber Achtung auf die Temperatur: Das Wasser kann bis zu 60 Grad heiß werden.
■ Powerbanks
Der Klassiker, um Handys oder Tablets zu laden. Die Leistung des Zusatz-Akkus hängt vor allem von der Größe des Solarmoduls ab. Ein kleines Panel (z. B. Vikeri Solar Powerbank für 30 Euro) lädt den Akku selbst in der Sonne oft nur zu 10 bis 20 Prozent am Tag auf. Modelle mit großen, faltbaren Solarzellen wie das BigBlue 28 Watt für 70 Euro laden deutlich schneller. Wer schlau ist, füllt die Powerbank komplett zuhause an der Steckdose, und nutzt die Sonne nur als Zusatzenergie.
■ Leuchten
Lampen ohne Stromkabel gibt es in allen Variationen und Preislagen. Mini-LED-Spieße sind schon unter zehn Euro im Baumarkt zu haben. Für mehr Licht sorgen Solarleuchten wie die Fackeln von Geemoo, die unter anderem Amazon im Sechserpack für 22 Euro verkauft. Nach einem sonnigen Tag leuchten sie bis zu acht Stunden. Wichtig beim Kauf sind Wasserdichtigkeit und möglichst das Umschalten zwischen kaltem und angenehm warmem Licht. Ein Dämmerungssensor sorgt dafür, dass für den nächsten Tag noch Strom übrig ist.
■ Mückenlampen
Die kleinen Störenfriede lassen sich mit Kerzen vertreiben – oder ganz modern mit einem elektrischen UV-Insektenvertilger. Die Solar-Mückenfalle von Palone, die sich alternativ auch an der Steckdose aufladen lässt, kostet rund 35 Euro. Sie sammelt tagsüber Strom und sorgt dann für einen ungestörten Abend im Freien.
■ Fahrradlampen
An den Lampen fürs Radl ist naturgemäß wenig Platz, um sie mit Sonnenlicht aufzuladen. Aber es funktioniert! Das Owleye Fahrradlicht für rund 25 Euro ist StVZO-zugelassen. Hauptsächliche Stromquelle ist natürlich die Steckdose per USB-C-Anschluss. Aber bereits eine fünf Stunden lange Solarladung kann ein bis zwei Stunden Beleuchtung bieten.
■ Rucksäcke
An der Vorderseite eines Rucksacks ist jede Menge freier Platz – der sich clever für Solarmodule nutzen lässt. Solar-Rucksäcke wie der Sunnybag Iconic für 100 Euro bieten meist 7 bis 10 Watt Leistung, ein Laptopfach und wasserabweisendes Material. Tipp: Am besten laden, wenn der Rucksack ruht, da die Stromproduktion beim Gehen schwankt. Besonders praktisch ist dabei, dass das Handy per USB-C unterwegs im Rucksack mit Solarstrom geladen wird.
■ Bewässerung
Immer wieder zur Urlaubszeit stellt sich die Frage, wer die Blumen und Pflanzen daheim gießt. Die schlaue Antwort darauf ist die automatische Bewässerung mit Solarstrom. Motto: Urlaub genießen statt gießen. Das klappt mit dem AquaBloom-Set von Gardena für 90 Euro. Es zapft Wasser aus einem Eimer oder einer Regentonne, und verteilt es zeitgesteuert mit kleinen Tropfern und einer solarbetriebenen Pumpe. Neu ist eine XXL-Version für 130 Euro. Sie versorgt bis zu 30 Pflanzen. Es gibt solche Lösungen auch schon ab etwa 30 Euro – aber Gardena ist zuverlässiger und lässt sich besser erweitern.
■ Kochen
Der tragbare Solarkocher von GoSun (je nach Größe ab 177 Euro) lädt sich in der Sonne auf. So produziert und speichert er Hitze. In den Stab im Inneren, dem sogenannten Vakuumröhrenkochraum, lässt sich Fleisch oder Gemüse einfüllen und bei bis zu 280 Grad garen und braten. Auch Wasser wird darin heiß. So funktioniert Kochen ohne Gas und Kohle.