MEIN KÜCHENGEHEIMNIS

Hochzeitsmahl zum Nachkochen

von Redaktion

Das Brautpaar tanzte bis spät in die Nacht. © intagram

In der Orangerie fand das Festmahl statt. © privat

Verbunden: Manuel Neuer und Koch Danilo D‘Ambra.

Stellte das Hochzeitsmahl für Manuel Neuer zusammen: Danilo D‘Ambra vom gleichnamigen Restaurant auf Schloss Freudenstein. © Andrea Bianch

Schloss Freudenstein ist eine beliebte Hochzeitslocation in Südtirol mit eigenem Hubschrauberlandeplatz. Ein alter Ansitz, umgeben von Weinbergen mit schönstem Blick auf Bozen und den Schlern. Gäste aus aller Welt lieben es, sich hier das Ja-Wort zu geben. Auch das Ehepaar Neuer.

Das kommt nicht von ungefähr: Neuer kennt die Gegend von diversen Trainingslagern zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft. Im Dorf erzählt man sich, dass der Weltmeister auch privat mit so manchem Einheimischen verbunden ist. Da sei es quasi auf der Hand gelegen, dass sich der Weltmeister für die romantische Burganlage entschied. Auch wenn er sich während der Feierlichkeiten hinter den hohen Schlossmauern verschanzte, beim Joggen im nahen Montiggler Wald sah man ihn öfter.

Dennoch waren die Schlossherren beim ersten Augenschein völlig überrumpelt, wie Karoline Fink mit einem Lächeln erzählt. Eine Wedding-Planerin hatte ihr ein Hochzeitspaar angekündigt – als dieses dann das erste Mal im Schlosshof stand, plauderte die Gastgeberin völlig unbefangen mit den Hochzeitern und schwärmte: „Ach, seid ihr ein schönes Paar.“ Nicht ahnend, welch prominenter Gast vor ihr stand. Erst Sohn Peter Gostner klärte die Mutter auf. „Sind sie der, von dem ich glaube, wer sie sind?“, fragte er den Nationaltorwart, der das grinsend mit einem „Ich denke schon“, beantwortete. Peter Costner ist selbst aktiver Fußballer und erkannte den Fußballstar deshalb sofort.

Über ein Jahr ist diese Begegnung her. Beim Probeessen kam Koch Danilo D‘Ambra ins Spiel. Er überzeugte mit seiner Kochkunst. Seit 2021 leitet er das Restaurant. Hier präsentiert er eine „authentisch, unverwechselbare Küche. Er sagt: „Jedes Gericht ist eine Erzählung, die Heimat und Erinnerung, Technik und Emotion miteinander verwebt.“

Auch wenn es dem Küchenchef wichtig ist, dass jeder Gast dieselbe Aufmerksamkeit, Sorgfalt und Einsatz verdient, erfüllt es D‘Ambra mit Stolz „für Menschen dieses Niveaus zu kochen“. Das sei eine „Bestätigung dafür, dass sich unsere tägliche Arbeit, der Fokus auf Qualität und jedes noch so kleine Detail wirklich auszahlen“.

Als „Genießer“ haben die Gastgeber Neuer und seine Frau Anika kennengelernt. Dieser soll beim Abschied angekündigt haben, bald wieder nach Südtirol reisen zu wollen.

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