Das Löwenmännchen Blondie wurde erschossen. © Facebook
Harare – Getötet für sein Fell! Das fünfjährige Löwenmännchen Blondie wurde in Simbabwe erschossen, obwohl es ein deutlich sichtbares Forschungshalsband trug. Der Löwe war Teil einer Studie der Uni Oxford. Blondie hinterlässt als dominantes Männchen seines Rudels zehn Welpen, die nun von seinem Nachfolger getötet werden.
Blondie war mit einem Köder aus dem Nationalpark gelockt worden, damit er abgeknallt werden konnte. „Blondies Tod ist ein Skandal – das Tier wurde nur für eine überflüssige Wohnzimmer-Trophäe erschossen“, kritisiert Dr. Mona Schweizer von Pro Wildlife. In einem offenen Brief fordern 21 Tier- und Naturschutzorganisationen den neuen Bundesumweltminister Carsten Schneider daher auf, beim Import von Jagdtrophäen geschützter Arten nach Deutschland endlich durchzugreifen. Besonders brisant laut Pro Wildlife: Der Abschuss des fünfjährigen Löwen war nach simbabwischem Recht eigentlich illegal, da nach dem dortigen Jagdrecht eine Altersgrenze von sechs Jahren gilt.