Ein Hingucker: Das Schweinefilet ist bunt verpackt.
Bunte Auswahl mit Gemüse zum Grillen.
Der Maiskolben wird mit Speck und Käse umwickelt.
Mogelpackung: So wird der Mais umwickelt.
Kunterbunte Vielfalt: Ausbilderin Ramona Holzmann (Mitte) zeigt den Teilnehmern, was man alles auf den Grill legen kann. © Astrid Schmidhuber
Vorbei sind die Zeiten, in denen die verschiedenen Fleischsorten für die einzige farbliche Abwechslung in der Fleischtheke sorgten. „Heutzutage geht es beim Metzger bunt zu“, sagt Ramona Holzmann. Sie muss es wissen. Sie unterrichtet bei der Fleischerschule in Augsburg. Diesmal Quereinsteiger für den Metzgerei-Verkauf. Heute dreht sich alles um das Thema Grillen. Ihr erklärtes Ziel für die Theke: „Je bunter und abwechslungsreicher, desto besser. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.“
Klar, längst gibt es zu Steak und Wurst auch vegane oder vegetarische Alternativen. Wer beim Grillen dennoch nicht ganz auf Fleisch verzichten will, muss dennoch nicht immer zwangsläufig zum bewährten Halsgrat greifen. Die Auswahl ist groß.
Die erste Info für die Fleischereifachverkäufer zum Thema Grillen: „Nicht immer alles in Marinade ersäufen.“ Diese schmecke zwar lecker, „wird auf Dauer aber auch langweilig“.
Stattdessen liegt vor Ramona Holzmann ein farbenfroher Berg mit Gemüse – grüne und gelbe Zucchini, rote, gelbe und grüne Paprika, kleine Cocktailtomaten. Daneben schwarze Oliven, eine Dose mit Mini-Ananas und jede Menge Scheibenkäse. Das alles wollen die Fleischerei-Verkäufer verarbeiten. Ramona Holzmann sagt: „Beim Grillen kommt es auf Kreativität an.“ Sie selbst liebt es, sich ständig neue Dinge auszudenken und an ihre Schüler weiterzugeben.
Am meisten imponiert an diesem Kurstag eine „Mogelpackung“. Sie sieht in der Theke aus wie ein richtig dickes Fleischstück, umwickelt mit Speck. Man könnte vermuten, dass sich unter der Speckschicht ein Schweinefilet verbirgt, das so vor dem Austrocknen geschützt werden soll. Falsch. Dahinter versteckt sich ein Maiskolben, der durch die Speck-Käseummantelung an Geschmack gewinnt. „Sieht nicht nur gut aus, sondern schmeckt auch“, verspricht die Fachfrau.
Überhaupt lässt sich mit Speck Spannendes zaubern. Die Fackel hat sich längst eingebürgert. Holzmanns Tipp: „Aus der Fackel einen Zopf flechten. Das schaut besonders edel aus.“
Wer mit Schafskäse arbeitet, sollte bedenken, dass dieser bröckelig sein kann und leicht bricht. Tipp vom Profi: „Diesen am besten mit Speck oder Fleisch ummanteln.“ Wer Käse in der Kombination mit Fleisch und Gemüse auf dem Spieß verwenden will, nimmt besser den Halloumi. „Der bricht nicht.“