Schnurren wissenschaftlich erforscht

von Redaktion

Der Vibrationslaut erfüllt vielfältige Funktionen – Wirkung auf Menschen

Katzen schnurren aus vielen Gründen. © Mauritius

Minneapolis – Wie und warum Katzen schnurren, beschäftigt sogar die Wissenschaft. Eine Hypothese verweist auf Reibung der Atemluft am Zungenbein. Sicher zu sein scheint, dass Katzen in einer Tonfrequenz von 20 bis 30 Vibrationen pro Sekunde schnurren. Wissenschaftler untersuchten das Klangspektrum und entdeckten Spitzen in einem Frequenzbereich, in dem auch Babys schreien – das mag Menschen animieren, sich liebevoll dem Tier zuzuwenden.

Hauskatzen, einige Wildkatzen, Hyänen, Waschbären und Meerschweinchen können schnurren. Manche Katzen sind sehr laut, andere sehr leise, aber man spürt die Vibration. Es bleibt ein mysteriöser Mechanismus. Elisabeth von Muggenthaler, eine Bioakustik-Forscherin, nimmt an, dass Schnurren auch zur Selbstheilung dient. Frequenzen zwischen 24 und 140 Schwingungen pro Minute sind heilsam für das Knochenwachstum, Schmerzlinderung und die Wundheilung. Das Schnurren hilft auch dem Katzenbesitzer, weil es Stress reduziert. Eine 10-Jahres-Studie an der Uni von Minnesota zeigte, dass Katzenbesitzer 40 Prozent weniger Herzinfarktrisiko haben!

Katzen schnurren, wenn es ihnen gut geht, wenn sie gekrault werden und tiefenentspannt sind. Aber sie schnurren auch, wenn sie krank oder verletzt sind. Manche schnurren beim Tierarzt am Tisch, um sich selbst zu beruhigen, schlecht für Tierärzte, wenn sie gerade versuchen, das Herz abzuhören! Sind Katzen sterbenskrank, spricht man vom „Todesschnurren“. NF

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