Wie Patienten ihr Risiko bei dem Eingriff verringern

von Redaktion

Jeder Patient kann selbst mithelfen, das OP-Risiko zu verringern – hier geben die Spezialisten des Endoprothesenzentrums im TUM-Klinikum einige Tipps, wie man sich optimal vorbereitet:

Frühzeitig bewegen: Machen Sie am besten schon vor dem Eingriff gezielte Übungen zur Kräftigung der Muskulatur – am besten in Rücksprache mit Physiotherapeuten. Schon ein kleines Fitnessprogramm lohnt sich. Je besser trainiert Sie in die OP gehen, desto besser sind die Voraussetzungen für einen raschen Heilungsverkauf.

Rauchen einstellen: Mindestens vier Wochen vor und nach der OP sollte man die Finger von den Glimmstengeln lassen. Das reduziert die Gefahr durch Komplikationen und fördert die Wundheilung. „Raucher haben bis zu zwei- bis dreimal höhere Risiken für Wundheilungsstörungen und Infektionen nach Operationen als Nichtraucher“, weiß Dr. Max Ertl vom TUM Klinikum.

Blutzucker im Griff behalten: Gute Kontrolle bei Diabetes reduziert das Infektionsrisiko erheblich. Gehen Sie rechtzeitig vor der OP zu Ihrem Hausarzt bzw. Internisten.

Blutarmut vorbeugen: Eisenmangel oder Anämie vorab abklären und gegebenenfalls behandeln lassen.

Fit in den Klinikalltag: Patientenschulungen und OP-Vorbereitungskurse helfen, Ängste zu nehmen und Abläufe besser zu verstehen.

Ernährung stärken: Eiweißreiche, ausgewogene Kost vor der OP unterstützt das Immunsystem und die Regeneration.

Machen Sie eine Alkohol-Pause: „Wer zwei bis vier Wochen vor der Operation auf Wein oder Bier verzichtet, kann das Risiko für Komplikationen um 30 Prozent verringern“, erläutert Gelenkersatz-Spezialist Prof. Rüdiger von Eisenhart-Rothe und warnt: „Patienten mit hohem Alkoholkonsum haben ein um 20 bis 50 Prozent erhöhtes Risikofür postoperative Komplikationen wie Infektionen und Wundheilungsstörungen.“BEZ