Hilfe bei nächtlichen Krämpfen

von Redaktion

Dr. Markus Frühwein Allgemeinmediziner mit eigener Praxis in München

Viele Menschenleiden nachts unter Schmerzen oder Krämpfe in den Waden. Häufig ist das sogenannte Restless Regs Syndrom (RLS) Auslöser. Lassen Sie die Symptomatik bei der Hausärztin oder dem Hausarzt abklären. Es ist wichtig, nachzuforschen, ob die Beschwerden andere Gründe haben, etwa Durchblutungsstörungen oder neurologische Ursachen. Das RLS kann auftreten bei Eisenmangel, Vitamin-B12-Mangel oder Folsäuremangel und anderen Mangelzuständen. Weiterhin aber kann es bei bestimmten Erkrankungen, zum Beispiel bei Schilddrüsenunterfunktion, Blutarmut (Anämie), Diabetes, Nieren- und Lebererkrankungen begleiten. Auch Flüssigkeitsmangel kann die Ursache sein. Zudem kommen Elektrolytstörungen zum RLS führen, wenn also dem Körper bestimmte Elektrolyte wie etwa Kalzium oder Magnesium fehlen. Auch Medikamente, z.B. Antidepressiva, Neuroleptika oder Schlafmittel können mitverantwortlich für RLS-Beschwerden sein, versuchsweise kann man hier mit ärztlicher Begleitung auf Alternativ-Präparate ausweichen. Achten Sie grundsätzlich auf eine ausreichende Trinkmenge und regelmäßige Bewegung. Halten die Beschwerden an und lässt sich keine behandelbare Ursache finden, könne eine medikamentöse Therapie hilfreich sein –natürlich mit ärztlicher Begleitung. Vor allem Medikamente, die in den Dopaminhaushalt eingreifen, sind meist gut wirksam. Reichen diese nicht aus, kann man auf opioidhaltige Präparate beziehungsweise Medikamente gegen neuropathische Schmerzen ausweichen.

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