Open Air! Fernsehen im Garten

von Redaktion

Diesen neuen Fernsehern macht das Wetter nichts aus.

Man sitzt gemeinsam auf der Terrasse oder im Garten, im Fernsehen spielt der FC Bayern (oder die Löwen) – und beim Anpfiff muss man nicht nach drinnen umziehen. Denn das TV-Gerät bleibt einfach mit draußen. Das klappt mit den neuen Outdoor-Fernsehern, die jetzt vor allem die chinesische Firma Sylvox populär machen will. Wir verraten, wie sich der Open-Air-TV in unserem Test bewährt hat – und stellen Alternativen vor.

■ Dieser TV ist dicht

Der 55 Zoll große Sylvox Outdoor TV, den es für 2000 Euro bei Amazon oder auf sylvoxtv.eu gibt, ist laut Hersteller absolut wetterfest – und zwar von -30 bis +50 Grad Celsius. Dass ihm auch starker Regen nichts anhaben kann, hat er im Test bewiesen. Selbst nach stundenlangem Schauer ließ er sich problemlos einschalten. Nicht einmal Tropfen sind auf dem Bildschirm zu sehen. Dafür ist der 25 Kilo schwere Brocken entsprechend geschützt, mit massivem Metallgehäuse und mit Anschlüssen unter einer wetterfesten, verschraubten Klappe.

Für Standfestigkeit auch bei Wind und Wetter sorgt ein robuster Rollwagen, den es bei Sylvox extra gibt – laut Preisliste für 700 Euro, aktuell aber rabattiert für 200 Euro. Der Draußen-Fernseher lässt sich aber auch an der Wand montieren, mit einer Halterung nach dem universalen Zubehörstandard Vesa, die schon unter 50 Euro zu haben ist. Für längere Schlechtwetter-Perioden ist eine schützende Stoff-Abdeckung trotzdem sinnvoll, die Staub und Pollen abhält. Auch sie findet sich um die 50 Euro.

■ Die Vor- und Nachteile

Das Draußen-Fernsehen mit 4K-Bildern macht gerade im Sommer natürlich Riesenspaß. Die Versuchung ist groß, an einem lauen Abend noch auf ein Getränk nach draußen zu gehen, und eine Folge der Lieblingsserie zu schauen. Falls der Ton die Nachbarn belästigt, lassen sich per Bluetooth auch AirPods oder andere Kopfhörer drahtlos mit dem Fernseher verbinden.

Das alles funktioniert am besten, wenn die Sonne untergegangen ist. Denn die 1000 Nits Helligkeit des Sylvox aus der Deck-Pro-Gaming-Serie sind zwar relativ leuchtstark, kommen aber gegen pralle Sonne kaum an. Zudem spiegelt der Bildschirm deutlich sichtbar.

Der Hersteller empfiehlt deshalb die Nutzung in „teilsonnigen Bereichen“ – oder als Alternative die Geräte aus der Pool-Pro-Serie, die mit 2000 Nits doppelt so hell leuchten (55 Zoll ab 3400 Euro). Sie sollen auch bei Sonnenschein perfekte Bilder bieten. Aber wenn es dann dunkel wird, stört auch das recht simple LCD-Display des getesteten China-TV nicht mehr. Ansonsten klappt alles gut. Sogar die Fernbedienung ist wasserdicht versiegelt. Die Google-TV-Software spielt per WLAN alle gängigen Streamingdienste und Mediatheken ab. Als Schutz vor dem neugierigen US-Konzern lohnt es sich aber, alle Privatsphäre-Einstellungen maximal hochzusetzen.

■ Die Alternativen

Einzige nennenswerte Konkurrenz sind die Draußen-Fernseher aus der „Terrace“-Serie von Samsung. Sie bieten modernere Neo QLED-Bildschirme mit 2000 Nits Helligkeit und mehr Kontrast. Offiziell verlangt Samsung für 55 Zoll satte 4500 Euro, es gibt aber auch schon Online-„Schnäppchen“ für 3000 Euro.

So teuer muss Garten-TV aber gar nicht sein. Der Beamer-Preistipp Acer H6815BD mit Warentest-Note 2,5 ist für rund 760 Euro zu haben. Er wirft das Bild auf eine Leinwand oder direkt an die Hauswand. Simple Beamer wie den Akatuo 4K gibt es bei Amazon & Co. sogar schon um die 70 Euro.

Jeder normale Fernseher lässt sich auf einem Rollwagen für unter 100 Euro zumindest bei gutem Wetter nach draußen schieben. Falls der Apparat länger im Freien bleiben soll, gibt es wetterfeste Gehäuse, zum Beispiel von LogiLink für 450 Euro.

Und schlussendlich tut es fürs gemeinsame Fußballschauen im Sommer auch ein großes Tablet oder ein Laptop mit Extra-Monitor, die draußen aufgestellt werden. Das 32 Zoll große LG UltraGear-Display kostet nur 190 Euro.

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