Prof. Birgit Terjung Gastroenterologin Ärztliche Direktorin GFO Kliniken Bonn © dpa
Die Fettlebererkrankung wird oft mit Übergewicht oder Adipositas in Verbindung gebracht. Doch Studien zeigen, dass bis zu einem Viertel der Menschen mit einem BMI unter 25 ebenfalls betroffen sind. Diese Gruppe weist oft einen oder mehrere Risikofaktoren wie Bluthochdruck, erhöhten Blutzucker oder Fettstoffwechselstörungen auf, wenn auch insgesamt seltener als bei übergewichtigen Menschen. Die Erkrankung bleibt bei schlanken Personen häufig unerkannt, da sie nicht als klassische Risikogruppe gelten. Studien legen nahe, dass sich bei ihnen aber in gleicher Weise schwere Leberschäden wie Fibrose oder Zirrhose und Leberkrebs entwickeln. Die Betroffenen sollten auf eine Ernährungsumstellung und ausreichend Bewegung achten und sich zudem engmaschig medizinisch begleiten lassen.