Prof. Christoph Scholz Chefarzt Frauenklinik München Klinik Harlaching und Neuperlach © Yannick Thedens
An Brustkrebs erkranken hauptsächlich Frauen – aber eben nicht nur. Rund ein Prozent aller Brustkrebsfälle wird Männern zugeordnet. Das Problem: Bei ihnen wird der Krebs oft erst sehr spät erkannt – teils mit fatalen Folgen. „Weil Männer die Anzeichen oft lange verdrängen und nicht zum Arzt gehen, wird bei ihnen die Erkrankung oft spät entdeckt“, sagt Prof. Christoph Scholz. Er ist Chefarzt der Frauenklinik der München Klinik Harlaching und Neuperlach – doch jeder 100. Patient, den er wegen Brustkrebs operiert, ist ein Mann. „Bei Männern tritt Brustkrebs vor allem im höheren Lebensalter auf.“ Zunächst zeigt sich der Tumor durch eine schmerzlose Schwellung an der Brustwarze. „Entdeckt man den Tumor, macht man eine Biopsie, analysiert das Tumorgewebe und entscheidet dann, wie man therapiert“, sagt Prof. Scholz. Die Operation ist aber keineswegs einfacher als bei Frauen, es muss ebenso darauf geachtet werden, sämtliches Tumorgewebe zu entfernen. Wichtig: Auch bei Männern kann das Risiko familiär erhöht sein: Sind Väter erkrankt, sollten sich auch ihre Kinder, insbesondere die Töchter, untersuchen lassen.